| 21:21 Uhr

Fußball-Regionalliga Südwest
FCS nimmt Jacob mit nach Portugal

Beim letzten Testspiel des 1. FC Saarbrücken bereitete Gastspieler Sebastian Jacob (links) ein Tor von Martin Dausch (rechts) vor.
Beim letzten Testspiel des 1. FC Saarbrücken bereitete Gastspieler Sebastian Jacob (links) ein Tor von Martin Dausch (rechts) vor. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Der Fußball-Regionalligist bricht heute ins Trainingslager auf. Der Stürmer ist dabei, Dominic Rau und Alexandre Mendy nicht. Von Patric Cordier

„Bom dia“ – so heißt „Guten Tag“ auf Portugiesisch. Vokabeln, die die Fußballer des 1. FC Saarbrücken in den kommenden zehn Tagen öfter gebrauchen werden. Das Team um Trainer Dirk Lottner reist heute ins Trainingslager an die Algarve. „Wir wollen uns auf guten Plätzen und bei hoffentlich gutem Wetter die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Restrunde schaffen“, sagt Lottner. Dass der FCS in den Süden fährt, ist überraschend, denn eigentlich ist Vizepräsident Dieter Ferner kein Freund solcher Reisen, bevorzugt die Vorbereitung unter den Verhältnissen, die auch beim Start am 3. Februar gegen die SV Elversberg zu erwarten sind. „Aber man lernt ja nie aus“, scherzte Ferner zuletzt.



Neben zahlreichen Trainingseinheiten stehen für den FCS auch zwei Testspiele auf dem Programm. Am 22. Januar geht es gegen den SV Mattersburg, einen österreichischen Erstligisten. Am 26. Januar trifft der FCS auf den südkoreanischen Erstligisten Ulsan Hundai. „Ich war ja erst skeptisch, ob eine koreanische Mannschaft der richtige Härtetest sein kann“, sagt FCS-Sportdirektor Marcus Mann: „Dann habe ich mich schlau gemacht und gesehen, dass der Linksverteidiger mit 1,80 Meter wohl der Kleinste im Team ist.“ Zudem hat Ulsan 2012 die asiatische Champions League gewonnen.

Nicht mit nach Portugal reisen werden Dominic Rau und Alexandre Mendy. „Mendy absolviert nach seiner Schulteroperation seine Reha in Saarbrücken. Nach Aussage der medizinischen Abteilung ist er genau im Zeitplan“, berichtet Lottner: „Wann er wieder dabei sein kann, ist aber noch offen.“ Bei Rau machen die Bänder im Fuß Probleme. Der Innenverteidiger hat ständig Schmerzen, will die Ursache nun bei einem Spezialisten abklären lassen.

Die A-Jugend-Spieler Lukas Quirin und Jan Schuler, die angeschlagenen Jordan Steiner (Pferdekuss), Marwin Studtrucker (Zerrung) und Steven Zellner (Zerrung) haben ihre Koffer dagegen ebenso gepackt wie Marco Holz. „Wir haben zwei Physios dabei, sodass die medizinische Betreuung optimal gewährleistet ist“, sagt Lottner: „Holz steigt nach seiner Knieoperation wieder voll ins Mannschaftstraining ein.“

Auch Stürmer Sebastian Jacob, der beim 3:1-Testspiel-Erfolg gegen F91 Düdelingen als Gastspieler dabei war und das 3:1 durch Martin Dausch vorbereitete, wird an Bord sein. Zunächst aber nur, um die Trainingsgruppe zu verbreitern. „Wenn er fünf Stück in den Winkel zimmert, werden wir uns nicht wegdrehen. Aber vorgesehen ist jetzt nichts. Es wird auch keine anderen Testspieler geben“, sagt Sportchef Mann.



„Ich bin froh, dass ich mich hier fit halten kann, mit der Mannschaft trainieren kann. Was kommt, muss man sehen“, sagt Jacob, der aus der Jugend des FCS zum 1. FC Kaiserslautern wechselte und dort bis in den Profi-Kader aufgestiegen war. Nach Kreuzbandriss und Knorpelschaden ist der 24-jährige Saarlouiser derzeit vereinslos. „Wichtig ist jetzt, dass das Knie hält“, sagt Jacob, der eine Rückkehr ins blau-schwarze Trikot noch ausschließt: „Das war noch kein Thema. Der FCS hat doch zwei gute Stürmer.“

Die Verträge der angesprochenen Patrick Schmidt und Kevin Behrens laufen im Sommer aus. Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch Zweitligist SV Sandhausen sich um die Dienste von Schmidt bemühen soll. Ein Trainingslager bietet eben auch Möglichkeiten, sich mal in anderer Atmosphäre über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft zu unterhalten. Auch mit Trainer Lottner, dessen Vertrag sich nur beim Aufstieg automatisch verlängert. Einer, der da ein gewichtiges Wort mitreden kann, ist Präsident Hartmut Ostermann, der auch erwartet wird. „Trainingslager ist immer gut für die Kommunikation“, sagt Mann: „Aber wir werden sicher nicht mit drei Zu- oder Absagen zurückkommen.“