FCS hat seine neue Nummer eins

FCS hat seine neue Nummer eins

Saarbrücken. "Michael Müller wird gegen RW Erfurt im Tor stehen", verkündete Jürgen Luginger, Trainer des 1. FC Saarbrückens, am Freitag nach dem Abschlusstraining des Fußball-Drittligisten: "Ich habe mich auch mit Torwart-Trainer Heinz Böhmann unterhalten und mich schließlich für Michael entschieden. Es war auch eine Bauchentscheidung

Saarbrücken. "Michael Müller wird gegen RW Erfurt im Tor stehen", verkündete Jürgen Luginger, Trainer des 1. FC Saarbrückens, am Freitag nach dem Abschlusstraining des Fußball-Drittligisten: "Ich habe mich auch mit Torwart-Trainer Heinz Böhmann unterhalten und mich schließlich für Michael entschieden. Es war auch eine Bauchentscheidung. Er ist jung, dynamisch und hoffentlich erfolgreich." Der 23-Jährige kam vor der Saison vom VfL Wolfsburg II. Er hatte in der Saison 2009/2010 in der Regionalliga elf Einsätze in der ersten Mannschaft des FCS. Müller war vom SC Freiburg II ausgeliehen. Auch damals ersetzte er beim FCS Enver Marina. Der machte in dieser Saison einige Fehler, so dass Luginger einen Torwart-Wechsel vornimmt. Marina wird nicht im Kader stehen, wenn an diesem Samstag, 14 Uhr, das Heimspiel gegen Erfurt angepfiffen wird.

"Der Trainer hat uns einzeln ins Büro gerufen und seine Entscheidung mitgeteilt", erzählte Müller. Benedikt Fernandez, sein Konkurrent um den Platz im Tor, nahm die Entscheidung sportlich: "Natürlich bin ich enttäuscht und es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Aber ich bin niemand, der jetzt Theater macht. Ich bin sofort zu ihm hingegangen, habe ihm alles Gute gewünscht."

Müller hatte im Mai - noch im Training bei seinem Ex-Club Wolfsburg II - einen Knöchelbruch erlitten. Nach dem Wechsel zum FCS schuftete er, machte Sonderschichten im Kraftraum und mit Torwart-Trainer Böhmann. "Es war keine einfache Zeit", sagte Müller, "aber nun merkt man, dass sich die Arbeit gelohnt hat". Die Aufregung vor seinem Drittliga-Debüt hält sich in Grenzen: "Durch die Verletzung habe ich gesehen, wie schnell man im Fußball draußen ist. Das gibt mir eine gewisse Lockerheit. Ich freue mich einfach brutal auf das Spiel."

Stürmer Ziemer in der Startelf

Während der von einem Bänderteilabriss im Knie genesene Stürmer Marcel Ziemer für Markus Hayer in die Startelf zurückkehrt, fällt Christian Eggert aus. "Ich habe mir den rechten Fuß vertreten", sagte der Mittelfeldspieler, der das Abschlusstraining abbrach und mit Schmerzen in Wade und Achillessehne zum Arzt musste. Diagnose: Muskelfaserriss.

Wenn an diesem Samstag Anstoß ist, sitzt erstmals Alois Schwartz auf der Erfurter Bank. Er kam vom 1. FC Kaiserslautern II und ersetzt Stefan Emmerling. Für FCS-Trainer Luginger spielt das keine Rolle: "Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, wie wichtig ein Sieg für uns ist."

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