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FCS-Frauen sind mit einem Ohr in Frankfurt

Saarbrücken. Zwei Spieltage sind es noch in der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd. Die besseren Karten im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga hat Tabellenführer VfL Sindelfingen (52 Punkte) vor dem Zweiten 1. FC Saarbrücken (51 Zähler), obwohl der FCS die bessere Tordifferenz hat. Saarbrücken hatte schon zehn Punkte Rückstand, ist mittlerweile fast gleichauf Von SZ-Redaktionsmitglied Stefan Regel

Saarbrücken. Zwei Spieltage sind es noch in der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd. Die besseren Karten im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga hat Tabellenführer VfL Sindelfingen (52 Punkte) vor dem Zweiten 1. FC Saarbrücken (51 Zähler), obwohl der FCS die bessere Tordifferenz hat. Saarbrücken hatte schon zehn Punkte Rückstand, ist mittlerweile fast gleichauf. Aber immer noch läuft der FCS dem Treffer zum 1:2 in der Nachspielzeit im ersten Saisonspiel beim FCR Duisburg II hinterher. "Fußball ist schon manchmal skurril", sagt angesichts dieses Spiels FCS-Trainer Winfried Klein. Trotz 14 Siegen in Folge kann es sein, dass die auseinander brechende Mannschaft (fünf Nationalspielerinnen gehen) am Ende in die Röhre schaut.Zum Zünglein an der Waage könnte die zweite Mannschaft des 1. FFC Frankfurt werden. Der FFC erwartet an diesem Sonntag um 14 Uhr am Brentano-Bad Sindelfingen. Für Klein ist Frankfurts Reserve zusammen mit seiner Mannschaft die stärkste Truppe der Liga. Der FFC II scheint aber schlecht in Form, verlor von den vergangenen fünf Spielen vier. Schockierend wirkte vor allem das 0:5 des FFC in Sindelfingen. Zumal kurz zuvor Frankfurt gegen den FCS nur knapp und mit heftiger Gegenwehr mit 0:1 verloren hatte. "Wir mussten uns da richtig strecken. Daher kann es absolut nicht sein, dass die da 0:5 verlieren", sagt Winfried Klein.Frankfurts Trainer Stephan Fröhlich spricht von einem schwarzen Tag. Alle wären "mental und physisch von der Rolle" gewesen. Trotzdem hätten seine Spielerinnen angesichts eines Altersdurchschnitts von 18,5 Jahren eine gute Runde gespielt. Zuletzt, beim 0:3 gegen Löchgau, habe er nur elf Spielerinnen zur Verfügung gehabt - zwei davon konnten zuvor nicht trainieren. Für diesen Sonntag verspricht der 38-Jährige mehr Gegenwehr: "Wir sind ehrgeizig, wollen für Spannung sorgen und alles in unserer Kraft Stehende tun."Der ehemalige Oberliga-Spieler Fröhlich ist seit 2007 beim FFC. Für die kommende Saison hat er noch keinen Vertrag. Dass er allerdings, wie gerüchtehalber verlautete, Kandidat auf den Trainerposten beim 1. FC Saarbrücken sei, davon wisse er nichts. "Ich hatte keinen Kontakt mit Saarbrücken", sagt Fröhlich. Ins Anforderungsprofil des FCS würde der "Frankfurter Bub" passen. Laut Abteilungsleiter Joachim Grewenig ist der Hauptkandidat nicht aus dem Saarland und habe Erfahrung im Frauen-Bereich. Auch die Anforderung, hauptamtlich zu arbeiten, könnte Fröhlich erfüllen: Der gelernte Kaminkehrer studiert Sportwissenschaft, sein Studium steht kurz vor dem Abschluss. Und was würde er bei einem Anruf aus Saarbrücken sagen? Fröhlich: "Ich würde offen reagieren, es wäre eine interessante Sache. Das würde mich ja ehren, der FCS ist immerhin ein starker Verein." Dann fügt er an: "Noch." Denn angesichts der Abgänge wäre ein Traineramt am Kieselhumes wohl vor allem mit einem verbunden: einem Neuaufbau.