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Frauenfußball
FCS-Frauen schaffen die Pokal-Sensation gegen Jena

FCS-Torfrau Christina Ehl bot im Schneetreiben eine tolle Leistung.
FCS-Torfrau Christina Ehl bot im Schneetreiben eine tolle Leistung. FOTO: Ruppenthal
Saarbrücken. Die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken haben die Überraschung geschafft und spielen nächstes Jahr am 14. März um den Halbfinal-Einzug im DFB-Pokal. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga Süd bezwang gestern vor rund 100 Zuschauern auf dem vom Schneefall gezeichneten Rasen am Saarbrücker Kieselhumes im Achtelfinal-Nachholspiel den favorisierten Erstligisten USV Jena mit 1:0 (1:0). Jacqueline De Backer traf bereits in der zwölften Minute mit einem an ihr selbst verschuldeten Foulelfmeter zum Tor des Tages. Die FCS-Stürmerin überwand Jenas Torfrau per Flachschuss ins linke Eck, nachdem De Backer zuvor von Anja Selensky steil geschickt und von Gästeverteidigerin Sandra Zigic im Strafraum unfair gebremst worden war.

Dass es der einzige Treffer im Eisschrank Kieselhumes blieb, lag an Saarbrückens überragender Torfrau Christina Ehl, die die Thüringerinnen mit etlichen Glanzparaden schier verzweifeln ließ. Als Krönung ihrer phänomenalen Leistung fischte die 27-Jährige nach der Pause einen Elfmeter von Gästestürmerin Ivana Rudelic – Michelle Reifenberg hatte die Schützin im Strafraum gelegt – aus dem rechten Eck (54.). „Wir freuen uns riesig, dass wir das bei diesem miesen Wetter geschafft haben. Wir haben zwar mehr zugelassen als erhofft, aber alle großartig gekämpft“, sagte Ehl.


Bereits nach zwei Minuten hatte der FCS bei einem Pfostenschuss von Jenas Spielführerin Susann Utes Glück, direkt danach parierte Ehl jeweils stark gegen die frei vor ihr auftauchenden Rudelic (4.) und Anna-Lena Riedel (7.) und war auch in der Folge trotz bester Jenaer Chancen nicht zu bezwingen. „Ein wenig Glück gehört dazu. Christina hat nicht nur den Elfmeter sehr gut gehalten. Die Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft, daher ist der Sieg verdient“, sagte Saarbrückens Trainer Taifour Diane, dessen in Guinea lebende Mutter Diaka zu Besuch da war und zum Glücksbringer wurde. Der FCS hofft nun auch bei der Viertelfinal-Auslosung auf ein Heimspiel. „Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass sich unser DFB-Pokaleinzug von 2008 bald zum zehnten Mal jährt“, sagte Frauen-Abteilungsleiter Winfried Klein.