FCS fiebert erstem Endspiel entgegen

Fußball-Regionalliga : FCS fiebert erstem Endspiel entgegen

Für den Fußball-Regionalligisten endet in Stadtallendorf die Winterpause. Torhüter Batz hat seinen Vertrag verlängert.

An diesem Samstag um 14 Uhr beginnt für den 1. FC Saarbrücken mit dem Spiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf die Restrunde in der Fußball-Regionalliga. Es ist der Startschuss zur Aufholjagd auf Spitzenreiter Waldhof Mannheim. „Wir haben als Präsidium alles getan, was in unserer Macht steht“, sagte FCS-Präsident Hartmut Ostermann in dieser Woche. Ein Trainingslager in der Türkei hat der Verein in dieser Winterpause ermöglicht, mit der Verpflichtung von Ivan Franjic vom Drittligisten Eintracht Braunschweig die Variabilität in der Offensive noch einmal deutlich erhöht. Am Freitag dann wurde zudem noch der Vertrag mit Torhüter Daniel Batz verlängert, der 28-Jährige bleibt zwei weitere Jahre. Damit wolle er auch ein Zeichen setzen, ließ der Franke über seinen Club mitteilen.

Batz reiste mit der Mannschaft bereits am Freitagnachmittag ins fast 300 Kilometer entfernte Stadtallendorf. Nichts wurde dem Zufall überlassen, doch jetzt sind die Spieler und Trainer Dirk Lottner in der Pflicht. „Wir fahren als Zweiter zum Tabellenletzten. Dass wir dieses Spiel gewinnen müssen, steht außer Frage“, weiß auch der Kölner. Dem Übungsleiter ist aber auch bewusst, dass dies nur eines von 14 Liga-Endspielen sein wird: „Wir brauchen eine herausragende Restrunde, um unsere Ziele zu erreichen.“

In der offiziellen Tabelle liegt Saarbrücken derzeit fünf Zähler zurück. Doch noch ist nicht klar, wie viele Punkte der FCS gegenüber Waldhof wirklich gutmachen muss. Das Verfahren um den Punktabzug nach dem Spielabbruch im Mannheimer Aufstiegsspiel gegen den KFC Uerdingen droht zur Hängepartie zu werden. „Das ist eine unbefriedigende Situation – auch für Waldhof“, sagt Lottner, „wir tun gut daran, alles dafür zu tun, dass dieser Punktabzug – wenn er denn kommt – dann auch irgendwann mal relevant wird.“

Die siebenwöchige „Marathon-Vorbereitung“ lief diesmal ohne größere Verletzungsprobleme ab. Marco Kehl-Gomez ist in Stadtallendorf gesperrt, Martin Dausch – der nach seiner Achillessehnen-Operation auch quasi ein „Neuzugang“ ist – hat sich bei seinen Kindern mit Grippe angesteckt. Auch er wird nicht spielen können. „Das ist schade, er wäre sicher ein Kandidat für die Startelf gewesen“, sagt Lottner, der sich ansonsten nicht in die Karten schauen lassen will. Sicher scheint, dass Fanol Perdedaj im defensiven Mittelfeld gesetzt ist. „Jeder hat Verantwortung für sich selbst“, betont Perdedaj, weiß aber auch, was die Verantwortlichen von ihm erwarten: „Ich war schon immer Führungsspieler. Wenn ich sehe, dass irgendwas nicht passt, muss ich das ansprechen.“

Wie am Donnerstag im Training. Als beim Einschleifen von Lauf- und Passwegen der Torabschluss nicht wirklich konzentriert ablief, wurde Perdedaj kurz laut. „Die Mannschaft muss spüren, dass sie aufwachen muss“, sagt der Mittelfeldspieler, „wir brauchen jetzt jedes Wochenende ein Topleistung.“

Dass Auftaktspiele gegen vermeintlich leichte Gegner kein Selbstläufer sind, durfte der FCS beim 0:3 zum Saisonstart gegen den FSV Frankfurt am eigenen Leibe verspüren. „Wir haben beim 1:0 im Hinspiel gegen Stadtallendorf gemerkt, dass sie sehr tief stehen und diszipliniert gegen den Ball arbeiten“, sagt Lottner, „es ist also schwer, sich gegen diese Mannschaft Chancen zu erspielen.“ Geduld ist gefragt und Konsequenz im Abschluss, sonst könnte die Aufholjagd vorbei sein, noch bevor sie richtig begonnen hat.

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