FCS-Fans rufen zu Protest und Boykott auf

FCS-Fans rufen zu Protest und Boykott auf

Wenn an diesem Samstag um 14 Uhr der 1. FC Saarbrücken im Völklinger Hermann-Neuberger Stadion gegen Astoria Walldorf antritt, ist es ein Regionalliga-Fußballspiel von fast ausschließlich statistischem Wert. Der FCS hat kaum mehr Chancen auf Relegationsplatz zwei, Walldorf kaum mehr Abstiegssorgen. Teile der FCS-Anhänger wollen die Partie als Plattform für ihre Kritik an der Vereinsführung nutzen. Statt - wie bisher - die ersten 19:03 Minuten zu schweigen, wollen die Fans in dieser Zeit für eine neue Vereinspolitik demonstrieren. Danach wollen sie das Stadion möglichst geschlossen verlassen, um in Quierschied die A-Jugend des FCS in ihrem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg zu unterstützen. Anstoß dieser Partie ist ebenfalls um 14 Uhr.

"Wir müssen uns auf unsere Aufgabe auf dem Platz konzentrieren", erklärt FCS-Trainer Taifour Diane, der wieder auf den zuletzt gelb-gesperrten Kevin Behrens zurückgreifen kann. Dafür wird ein anderer Stürmer wohl nicht mehr für den FCS auflaufen. "Matthew Taylor hat Probleme mit der Achillessehne", sagt Diane, "er kann diese Saison wahrscheinlich nicht mehr spielen". Ob Diane auch in der kommenden Saison Trainer sein wird, ist offen. Peter Rubeck, der zwar vor kurzem seinen Vertrag als Trainer von bei Eintracht Trier verlängert hat, sich nach SZ-Informationen aber trotzdem im Umfeld von FCS-Präsident Hartmut Ostermann ins Gespräch gebracht hat, rudert wegen des öffentlichen Drucks in Trier zurück. "Es nervt, dass ich permanent wegen vermeintlicher Verbindungen zum FCS angegriffen werde", sagte Rubeck dem "Trierischen Volksfreund": "Ich sage es ganz ehrlich: Bevor ich nach Saarbrücken gehe, höre ich lieber als Trainer auf."