FCS fährt angriffslustig zum Bieberer Berg

FCS fährt angriffslustig zum Bieberer Berg

Das Stadion am Bieberer Berg in Offenbach ist Kult, die Stimmung immer gut. An diesem Sonntag will der 1. FC Saarbrücken in der Fußball-Regionalliga bei den Offenbacher Kickers bestehen und trifft auf einen alten Bekannten.

Der 1. FC Saarbrücken ist in der Fußball-Regionalliga Südwest ganz vorne mit dabei - auch weil er mit 17 Punkten auf fremdem Boden das zweitbeste Auswärtsteam stellt. Am Sonntag muss er zur fünftbesten Heimmannschaft, den Offenbacher Kickers. "Für mich ist es das erste Spiel auf dem Bieberer Berg", sagt FCS-Mittelfeldspieler Marwin Studtrucker: "Ich freue mich darauf, denn es ist für jeden Fußballer etwas Besonderes, in einem tollen Stadion vor einer guten Kulisse spielen zu können."

Beim letzten Aufeinandertreffen in Offenbach sorgte Matthew Taylor aus fast 40 Metern für den 1:0-Sieg der Blau-Schwarzen. Der US-Amerikaner trägt seit dieser Saison das Trikot der Kickers und könnte laut der Offenbach-Post am Sonntag für den zuletzt nicht überzeugenden Konstantinos Neofytos von Beginn an stürmen. "Der OFC ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga", findet FCS-Trainer Dirk Lottner: "Wir müssen grundsätzlich in jedem Spiel die optimale Form erreichen. Jeder muss am Spieltag sein Potenzial abrufen, dann haben wir gegen jede Mannschaft eine Chance. Wir haben den Anspruch, in Offenbach gewinnen zu wollen."

Beim FCS kehrt Offensivspieler Markus Mendler nach verbüßter Sperre wieder in den Kader zurück. Bei Defensivmann Mario Müller (muskuläre Probleme) fällt die Entscheidung über einen Einsatz wohl erst nach dem Abschlusstraining am Samstag. Innenverteidiger Ivan Sachanenko steht trotz schwerer Hüftprellung zur Verfügung. Alexandre Mendy (Trauerfall in der Familie), Marco Meyerhöfer und Dennis Wegner (Individualtraining) fehlen definitiv. Spannend dürfte werden, mit wem Lottner die Lücke zwischen Mittelfeld und dem einzigen Stürmer Patrick Schmidt füllen will. Gegen Koblenz merkte man Sven Sökler auf dieser Position deutlich die mangelnde Spielpraxis an.

"Uns hat zuletzt die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt", räumt Lottner ein: "Es muss auch aus der zweiten Reihe mehr Druck kommen." Der FCS war in Ulm (1:0) und gegen Koblenz (1:1) in vielen Situationen zu kompliziert. "Der Trainer sagt uns immer wieder, wir sollen aufs Tor schießen", sagt Studtrucker, "wir brauchen vielleicht auch einfach nur ein oder zwei Erfolgserlebnisse." Wie das geht, hat Matthew Taylor ja vorgemacht.

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