1. Sport
  2. Saar-Sport

FCS entdeckt das Kurzpass-Spiel

FCS entdeckt das Kurzpass-Spiel

Der 1. FC Saarbrücken startet am Samstag mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg II in die Saison. Trainer Falko Götz, der auf vielen Positionen die Qual der Wahl hat, hadert noch mit der Chancenverwertung.

Beim 4:1-Erfolg im letzten Testspiel des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken am vergangenen Dienstagabend beim Saarlandligisten SC Friedrichsthal bekamen die Neuzugänge David Puclin, Solomon Okoronkwo und Filip Luksik Spielzeit - doch sie waren nicht die einzigen neuen Gesichter, die dem neuen FCS-Trainer Falko Götz großen Spaß bereiteten: "Wir haben mit Jordan Steiner und den A-Jugendlichen Tim Hall und Ylli Cermjani drei ganz junge Spieler auf dem Platz gehabt - und es gab trotzdem keinen Bruch in unserem Spiel."

Der weite Pass ist verpönt

Ein Unterschied zur Spielweise des FCS in der vergangenen Saison ist: Der weite Pass zum Überspielen des Mittelfeldes ist verpönt, Kurzpass und Kombinationsspiel sind angesagt. "Wir spielen einen ganz anderen Fußball. Es macht endlich wieder Spaß", sagt Kapitän Jan Fießer und nennt einen zentralen Grund: "Der Trainer gibt uns sehr viel Selbstvertrauen. Wir sind eine Mannschaft, die gerne spielt. Und man sieht mittlerweile, dass wir es können."

Götz lässt im 4-4-2-System spielen. Der Nachfolger von Fuat Kilic hat im Sturm die Qual der Wahl zwischen Neuzugang Okoronkwo, Matthew Taylor und Felix Luz. Letztere hinterließen einen starken Eindruck. Wobei aber vor allem die Chancenverwertung in den Testspielen das Manko des 1. FC Saarbrücken war. "Wir hatten in jedem Spiel 60 oder 70 Prozent Ballbesitz", erklärt Götz: "Am Timing und den Abläufen arbeiten wir noch."

Ein weiteres Problem in der Vorbereitung ist der hohe Krankenstand im FCS-Kader. Mit Mounir Chaftar , Iwan Sachanenko, Jens Meyer, Steffen Schäfer, Dennis Wegner, Daniel Döringer, Lukas Kiefer, André Mandt und Christian Sauter fehlen oder fehlten bis zu neun Spieler. Götz sagt: "Wir sind aber dennoch im Soll." Er muss für die Torhüterposition zwischen David Hohs und David Saalfeld wählen. Ein Luxusproblem.

Viele Variations-Möglichkeiten

Die FCS-Abwehr mit Peter Chrappan, Alexander Hahn und Marco Meyerhöfer wurde mit Luksik verstärkt. Im Mittelfeld hat Trainer Götz neben dem gesetzten Fießer mit Spielern wie Alexandre Mendy, Sven Sökler, Marius Willsch, Dominik Rohracker oder Steiner viele Möglichkeiten. Genau darum sehen die meisten Regionalliga-Trainer den 1. FC Saarbrücken als Titelkandidaten (wir berichteten). Fießer tritt vor dem Saisonauftakt mit dem Heimspiel am kommenden Samstag um 14 Uhr im Ludwigspark-Stadion gegen den SC Freiburg II aber auf die Euphorie-Bremse: "Wir sind eine eingespielte Truppe. Aber so wie wir jetzt spielen, ist natürlich auch neu. Und darum wird es auch noch etwas dauern."