| 20:39 Uhr

2. Fußball-Bundesliga
FCK trumpft auf und braucht weiter Punkte

Duisburg. Der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga ist so dramatisch wie nie zuvor. Fast die gesamte Liga bangt.

Mit einem überraschend deutlichen Auswärtssieg hält der Tabellenletzte 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga die Hoffnungen auf das Wunder am Leben. Ein Dreierpack von Osayamen Osawe (12./48./64. Minute) war der Grundstein zum 4:1 (1:0)-Erfolg am Samstag beim MSV Duisburg.


„Die Mannschaft wächst zu einer Einheit zusammen, das ist schön zu sehen“, sagte FCK-Trainer Michael Fontzeck, der seit seinem Amtsantritt im Februar 16 Punkte aus neun Spielen holte. „Wir werden nur da unten rauskommen, wenn wir weiter als Einheit auftreten“, sagte Frontzeck zufrieden und fordernd zugleich. Neben Osawe war am Samstag auch Benjamin Kessel (84.) erfolgreich. Für Aufsteiger Duisburg war es die vierte Niederlage in Serie. Daran änderte auch der Treffer des eingewechselten Stanislav Iljutschenko (70.) nichts.

Die Lauterer erwischten vor 18 273 Zuschauern einen glänzenden Start. Osawe traf nach einem Konter zur Führung. Danach übernahmen die Zebras das Kommando, der MSV ließ bis zur Pause aber mehrere Möglichkeiten ungenutzt. Boris Taschtschy schoss aus kurzer Distanz drüber (22.), Moritz Stoppelkamp traf innerhalb einer Minute zweimal den Pfosten (32./33.). Kaiserslautern war in der Chancenverwertung deutlich effizienter. Nach einem Ballverlust von Lukas Fröde erhöhte Osawe auf 2:0. Mit seinem fünften Saisontreffer sorgte der Angreifer dann aus kurzer Distanz für die Entscheidung.

Doch der FCK braucht weiter Punkte, denn das Rennen um den Ligaverbleib wird immer dramatischer. Nach dem 28. Spieltag beträgt der Abstand zwischen dem 1. FC Heidenheim auf Relegationsplatz 16 und dem Tabellenvierten FC Ingolstadt lediglich sechs Punkte. Der Tabellensiebte SV Sandhausen liegt lediglich drei Zähler vor Heidenheim. Demnach bangt praktisch die gesamte Liga – mit Ausnahme der drei führenden Teams Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg und Holstein Kiel – noch um die sportliche Existenz.