1. Sport
  2. Saar-Sport

FCK meldet finanzielle Zusagen und sportlichen Aufwärtstrend

Fußball : Auch Bader sendet positive Signale

1. FC Kaiserslautern meldet finanzielle Zusagen und sportlichen Aufwärtstrend.

Der Aufwärtstrend bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern unter dem neuen Trainer Sascha Hildmann ist unverkennbar. Auch beim jüngsten 4:2-Erfolg beim KFC Uerdingen deutete die Mannschaft an, dass sie unter besseren Umständen zu Saisonbeginn womöglich um den direkten Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga hätte spielen können. Die ständigen internen Querelen und der drohende finanzielle Kollaps banden aber zu viel Energie, das Team wirkte lange wie gelähmt, der damalige Trainer Michael Frontzeck fand kein Rezept zur Trendwende.

Mit der jüngsten Ankündigung in der „Rheinpfalz“ scheint der Weg auch finanziell in die richtige Richtung zu gehen. Der Sport-Geschäftsführer Martin Bader berichtete von einer festen Zusage regionaler Sponsoren über die Investition einer halben Million Euro in die Kapitalgesellschaft des FCK. „Martin Bader hat uns von seiner Vision und mit seinem Konzept überzeugt“, sagte Unternehmer Dieter Buchholz aus Bexbach der „Rheinpfalz“, der ehemalige Aufsichtsrats-Vorsitzende sprach auch im Namen der Sponsoren-Kollegen Dr. Peter Theiss und Giuseppe Nardi (Theiss Naturwaren aus Homburg) sowie Axel Kemmler (KKS Kaiserslautern). „Wir sind bereit, unser Engagement 2020 noch einmal zu erhöhen. Wir erkennen den Wert des Vereins von 120 Millionen an, den die Geschäftsführung aufgerufen hat“, erklärte Buchholz.

Diese Nachricht könnte im Aufsichtsrat des FCK für neue Ruhe sorgen. Noch am 21. Januar war über die Abwahl des Vorsitzenden Patrick Banf diskutiert und eine Rotation an der Spitze ins Gespräch gebracht worden. An diesem Donnerstag tagt das Gremium erneut, und Banf richtet im Vorfeld einen Appell an die Kollegen: „Ich bitte alle um Kontinuität. Wir sind mitten im Lizenzierungsprozess und führen bei der Investorensuche viele entscheidende Gespräche.“

In der vergangenen Woche hatte der FCK, um eine Insolvenz abzuwenden und die Lizenz für die Spielzeit 2019/2020 zu sichern, eine neue Fan-Anleihe aufgelegt. Zudem sollen fehlende Mittel über ein Crowdlending-Modell – eine internetbasierten Kreditvermittlung – generiert werden.

Sportlich muss der FCK vor dem nächsten Drittliga-Spiel am Samstag zuhause gegen Schlusslicht VfR Aalen noch eine Pflichtaufgabe erfüllen. Im Halbfinale des Südwest-Verbandspokals spielt der FCK an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den Verbandsligisten FV Dudenhofen. Der musste für die Partie aus Sicherheitsgründen und wegen der hohen Nachfrage ins Ludwigshafener Südweststadion ausweichen. „Wir haben über 6000 Karten verkauft“, sagt der sportliche Leiter Florian Kober. Dudenhofen selbst hat lediglich 5780 Einwohner. „Für uns ist es das Spiel des Jahres, ja sogar das größte Spiel in der gesamten Vereinsgeschichte“, sagt Kober.