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FCK klettert auf Aufstiegsplatz

Karlsruhe. Der 1. FC Kaiserslautern ist in der 2. Fußball-Bundesliga der erste Verfolger von Tabellenführer FC Ingolstadt. Den Roten Teufeln reichte ein 0:0 im Topspiel beim Karlsruher SC, um erstmals seit dem 21. Spieltag wieder auf Rang zwei zu springen. Dpa-Mitarbeiterinulrike John

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Südwestderby die Nerven behalten und bleibt auf Aufstiegskurs. Die "Roten Teufel" kamen gestern zu einem 0:0 beim Karlsruher SC und kletterten dadurch wieder auf einen direkten Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga.

"Das war sicher kein Derby-Spektakel im Sinn davon, dass es Torszenen im Minutentakt gab. Wir können aber mit dem Punkt leben", sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic. In der Nachspielzeit erlebte er eine Schrecksekunde, als der Karlsruher Manuel Gulde mit einem Kopfball Torhüter Tobias Sippel zu einer Glanzparade zwang und Ilian Micanski dann im letzten Moment abgeblockt wurde. Das war vor 27 556 Zuschauern in der ausverkauften Arena aber auch die einzige Großchance des KSC, der in der ersten Halbzeit übermotiviert und hektisch den Gästen hinterherrannte und sich im Spielaufbau verhedderte. Der FCK dagegen war trotz seiner vielen jungen Profis die reifere Mannschaft - und hatte bei einem Lattenschuss von Jean Zimmer in der 37. Minute Pech.

Torchancen gab es ansonsten im Spitzenspiel für beide Aufstiegsanwärter kaum. "Das war sicherlich für uns Trainer spannender als für die Zuschauer", räumte Runjaic ein. Weitaus enttäuschter als die Roten Teufel zogen die KSC-Fans von dannen. Mit einem Sieg wären die nun seit sieben Spielen unbesiegten Nordbadener erster Verfolger von Tabellenführer FC Ingolstadt gewesen. Trainer Markus Kauczinski schaute bei der Pressekonferenz aber nicht unzufrieden durch seine Brille. "Für uns schließt sich heute der Kreis. In der Hinrunde haben wir gegen RB Leipzig, Ingolstadt und Kaiserslautern null Punkte geholt, diesmal waren es fünf", sagte er und erklärte: "Wir spielen in der Zweiten Liga - und da ist es nicht angesagt, Erstliga-Niveau auf das Tablett zu bringen." Auch Runjaic beschäftigt sich "aktuell nicht mit der Ersten Liga". Er konnte aber eine wichtige Erkenntnis mit in die Pfalz nehmen: "Die Mannschaft schafft es, 90 Minute in ihrer Struktur zu agieren."

Nach schweren Ausschreitungen rund um das Hinspiel (wir berichteten) war das Derby zum Hochrisiko-Spiel erklärt worden. 900 Polizisten und 500 Ordner waren präsent. Bis auf kleine Rangeleien in der Pause und eine Leuchtrakete aus dem Gäste-Bock blieb es gestern ruhig.