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FCK ist auf Stürmersuche

FCK ist auf Stürmersuche

Kaiserslautern. Gut 500 Zuschauer fanden sich am Montagabend im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ein, um bei ungemütlichen Wetterverhältnissen das erste öffentliche Training des runderneuerten FCK-Teams zu verfolgen. Acht Spieler haben den Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern mittlerweile verlassen, sechs neue sind im Gegenzug gekommen

Kaiserslautern. Gut 500 Zuschauer fanden sich am Montagabend im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ein, um bei ungemütlichen Wetterverhältnissen das erste öffentliche Training des runderneuerten FCK-Teams zu verfolgen. Acht Spieler haben den Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern mittlerweile verlassen, sechs neue sind im Gegenzug gekommen. Jüngster Neuzugang ist Martin Amedick, der von Borussia Dortmund in die Pfalz gewechselt ist.

"In Dortmund habe ich keine Perspektiven mehr für mich gesehen, regelmäßig zu spielen. Es gab Gespräche mit einigen Vereinen. Für Kaiserslautern habe ich mich entschieden, weil mich das Konzept, das mir Stefan Kuntz und Milan Sasic aufgezeigt haben, überzeugt hat", sagt der ehemalige Braunschweiger und fügt hinzu: "Braunschweig und Dortmund sind traditionelle Fußballstädte - Kaiserslautern ebenso. Mit den Fans hier ist es klar, dass der FCK mittelfristig in die Bundesliga gehört." Mit dem gelernten Innenverteidiger dürften die Planungen des FCK im Abwehrbereich abgeschlossen sein.

Streicht man die perspektivlosen Victoras Constantin Iacob und Sven Müller, nähert sich der Profikader langsam dem von den Verantwortlichen angestrebten Umfang. "Ein Kader mit 20 Feldspielern und drei Torleuten wäre optimal. Dabei wollen wir nach Möglichkeit jede Position doppelt besetzt haben", erläutert FCK-Trainer Milan Sasic seine Idealvorstellung.

Die weiteren Transfertätigkeiten konzentrieren sich auf die in der Vorsaison so enttäuschende Offensive. Die glücklosen Stürmer Björn Runström (zu Odense BK) und Emeka Opara (Ziel unbekannt) sind schon weg. Der Rumäne Iacob, den der Verein wegen disziplinarischer Vorfälle arbeitsrechtlich belangen will, soll noch gehen. Den verbliebenen Stürmern Marcel Ziemer und Erik Jendrisek sollen zwei neue Stürmer Konkurrenz machen, wobei sich die Verantwortlichen nicht zu möglichen Kandidaten äußern.

Kritik, dass bislang - abgesehen vom offensiven Mittelfeldmann Anel Dzaka - ausschließlich Defensivspezialisten verpflichtet wurden, lässt FCK-Trainer Milan Sasic nicht gelten. "Stürmer wachsen nicht wie Pilze im Wald. Und andere Vereine halten ihre Stürmer wie in einem Safe", sagt der Kroate. Dass auf jeden Fall weitere Akteure benötigt werden, zeigte sich am Montag beim mannschaftsinternen Trainingsspiel, bei dem auch beste Chancen ungenutzt blieben und das torlos endete.

Dennoch wirkte die Mannschaft beim ersten Auftritt vor Publikum lauffreudig und konzentriert. Selbst die häufig mit Gewichtsproblemen kämpfenden Fabian Schönheim und Marcel Ziemer wirken durchtrainiert wie selten zuvor. Die Spieler haben während der Sommerpause augenscheinlich ihre Hausaufgaben gemacht und mit dem gerade abgelaufenen Konditions-Trainingslager in Bad Bertrich die Ausdauer-Grundlagen für die anstehende Saison gelegt. Doch Sasic weiß: "Wir können nicht nur laufen, wir müssen auch Fußball spielen." Entsprechend standen Passspiel und Ballmitnahme bei höchstem Tempo auf dem Trainingsplan. Die Zuschauer waren zufrieden, applaudierten den Spielern bei gelungenen Aktionen. Diese bedankten sich und nahmen sich reichlich Zeit, alle Autogrammwünsche zu erfüllen. So war der Trainingsauftakt alles in allem ein gelungener Start in eine für den 1. FC Kaiserslautern hoffentlich erfolgreiche Saison 2008/2009.