Fußball: FCK-Führung distanziert sich von Banner gegen Spieler

Fußball : FCK-Führung distanziert sich von Banner gegen Spieler

Die Vereinsführung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern hat sich mit scharfer Kritik von Fan-Parolen gegen die vom deutschen Vizemeister RB Leipzig verpflichteten Neuzugänge Marius Müller und Gino Fechner distanziert. „Dass zwei Spieler des 1. FC Kaiserslautern kurz vor Anpfiff des ersten Saisonspiels von Teilen der eigenen Fans auf diese Art und Weise angegangen werden, ist kontraproduktiv und im Sinne des Vereins nicht zu akzeptieren“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Fangruppe „Pfalz Inferno“ hatte vor der Auftaktpartie am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (0:3) ein Banner entrollt, auf dem geschrieben stand: „Schon wieder nicht auf den Charakter geschaut. Müller und Fechner seht zu, dass ihr abhaut.“ Damit hätten die Fans eine „Grenze überschritten, Spieler des eigenen Vereins diffamiert und fahrlässig eine Spaltung in der Fangemeinde und Unruhe im Verein in Kauf genommen“, kritisierte die Vereinsführung. Werte wie Respekt und Zusammenhalt seien mit Füßen getreten worden. Ein solches Banner habe nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, „sondern ist vereinsschädigendes Verhalten und steht jeglicher Form von respektvollem Umgang untereinander entgegen“. Dem betreffenden Fanclub will der Verein im Stadion künftig keine Privilegien mehr gewähren.

Torhüter Müller war im Sommer nach einem erfolglosen Jahr bei RB Leipzig auf Leihbasis zu den Pfälzern zurückgekehrt. Der 24-Jährige hatte zuvor von 2003 bis 2016 das FCK-Trikot getragen. Gegen Nürnberg hatte Müller bei zwei Gegentoren gepatzt. Auch U19-Nationalspieler Fechner kam von RB Leipzig.

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