| 21:19 Uhr

Regionalliga Südwest
FCH will zu den Top Fünf gehören

Schweißtreibende Angelegenheit: Die Homburger Christopher Theisen, Daniel di Gregorio, Gaetano Giordano, Tim Stegerer und Jan Eichmann beim Trainingsauftakt des FC Homburg.
Schweißtreibende Angelegenheit: Die Homburger Christopher Theisen, Daniel di Gregorio, Gaetano Giordano, Tim Stegerer und Jan Eichmann beim Trainingsauftakt des FC Homburg. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Trainingsauftakt beim Regionalliga-Aufsteiger FC Homburg mit acht Neuen. Von Ralph Tiné

Die Sonne brannte heiß auf das Trainingsgelände hinter dem Waldstadion, als die neue Mannschaft des FC Homburg am Mittwochvormittag die Vorbereitung auf die kommende Regionalliga-Saison einläutete. FCH-Trainer Jürgen Luginger freute sich vor allem, „dass alle fit sind und von Anfang an voll trainieren können“.


Wie üblich bestand die erste Einheit aus einem ausgedehnten Aufwärm- und Gymnastikprogramm, dem ein paar kurze Spiele auf kleinem Feld folgten. Dabei gab es keinerlei Berührungsängste zwischen den etablierten Spielern, die in der letzten Saison souverän die Oberligameisterschaft errungen hatten, und den acht Neuzugängen. „Die Mannschaft kenne ich zum großen Teil. Mit einigen habe ich ja schon zusammengespielt“, sagt Kevin Maek, der von der SV Elversberg in die Saarpfalz gewechselt ist.

Nach Nico Zimmermann ist der Innenverteidiger erst der zweite Spieler, der bei den drei „großen“ saarländischen Clubs, also dem 1. FC Saarbrücken, der SVE und dem FCH gekickt hat. Nach seiner Zielsetzung mit seinem neuen Verein gefragt, grinst der 29-Jährige, der mit der SVE im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga zweimal erst in der Relegation gescheitert ist. „In den letzten vier Jahren war in der Regionalliga eh immer mein Ziel, aufzusteigen. Wir haben hier gute Bedingungen. Ich glaube, die Mannschaft hat das Potenzial, um ganz vorne mitzuspielen. Aber es wäre vermessen zu sagen, wir müssen jetzt aufsteigen“, sagt der wuchtige Abwehrrecke.



Herbert Eder zählt den FCH ebenfalls nicht zum Kreis der Topfavoriten. Während der FCH-Vorstandschef vor allem Saarbrücken, Elversberg und Waldhof Mannheim in dieser Rolle sieht, hofft er für den FCH, „dass unser Wunsch, zu den Stärksten zu gehören, Realität wird. Dazu zähle ich den ersten bis fünften Platz. Man darf nicht vergessen, dass in diesem Jahr nur der Meister aufsteigt. Und wir sind nicht der einzige Verein, der sich verstärkt hat.“ Dass der Aufstieg in die 3. Liga in den Köpfen der Verantwortlichen dennoch seinen Platz hat, räumt Eder nur mit gewohntem Hang zur verbalen Verklausulierung ein: „Wir planen in den nächsten zwei bis drei Jahren, die Position des Aufstiegskandidaten zu besetzen.“

Daniel di Gregorio ist ein weiterer Neu-Homburger, der die grün-weißen Fans von einer rosigen Zukunft träumen lässt. Als Vize-Kapitän vom Top-Regionalligisten Waldhof Mannheim in die Saarpfalz gekommen, will der Mittelfeldmann auch in Homburg eine Führungsrolle übernehmen. Dafür will der 26-jährige Italiener Taten sprechen lassen: „Ich hoffe, dass ich den Trainer mit meinen Leistungen beeindrucken kann. Ich muss nicht Kapitän sein, um auf dem Platz eine Führungsrolle zu übernehmen.“ Für den erst 20-jährigen Außenverteidiger Luca Plattenhardt, der vom Oberligisten SSV Reutlingen nach Homburg gewechselt ist, geht es dagegen erst einmal darum, „zu lernen und mir von den erfahrenen Spielern einiges abzuschauen“.