FCH holt einen Punkt beim FCS

Saarbrücken. Ein Punkt, der beiden Teams nur wenig weiterhilft, war das Ergebnis nach dem Saarderby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Homburg in der Fußball-Oberliga Südwest. Dabei wäre für beide Teams vor 5800 Zuschauern im Ludwigspark mehr drin gewesen. In der ersten Hälfte war der FCS die klar überlegene Mannschaft

 FCH-Stürmer Michael Petri ist auf und davon und bereitet die erste große Chance nach acht Minuten für die Grün-Weißen vor. Fotos: Markus Hagen

FCH-Stürmer Michael Petri ist auf und davon und bereitet die erste große Chance nach acht Minuten für die Grün-Weißen vor. Fotos: Markus Hagen

Saarbrücken. Ein Punkt, der beiden Teams nur wenig weiterhilft, war das Ergebnis nach dem Saarderby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Homburg in der Fußball-Oberliga Südwest. Dabei wäre für beide Teams vor 5800 Zuschauern im Ludwigspark mehr drin gewesen. In der ersten Hälfte war der FCS die klar überlegene Mannschaft. "Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, haben dann aber nach der Pause den Ball besser laufen gelassen", meinte FCH-Stürmer Michael Petri. Homburg hatte nur eine Torchance, die hatte es aber in sich. Michael Petri war auf der rechten Seite durch, gab in die Mitte, und dort schoss Sturmpartner Tobias Mansfeld freistehend übers Tor (10.).

Ansonsten stand die erste Hälfte im Zeichen des Schiedsrichters, der die Platzherren nach ihrer Meinung in etlichen Szenen benachteiligte. Und im Zeichen von Julien Humbert, der überraschend auf der linken Angriffsseite spielte. "Damit hatten die Homburger ziemliche Probleme", freute sich FCS-Trainer Alfred Kaminski über den gelungenen Schachzug. Humbert hatte drei Mal freie Schussbahn. Einmal schoss der Franzose daneben, einmal hielt der starke Thorsten Hodel im FCH-Tor. Und in der 25. Minute traf er den Pfosten. "Da hatten wir sehr viel Glück", gab FCH-Trainer Gerd Warken zu und meinte: "In der zweiten Hälfte haben wir uns dem Tempo besser angepasst und mehr nach vorne gespielt."

Nach dem Wechsel kam der letzte Pass beim FCS weiterhin nicht, die Angriffsbemühungen der Saarbrücker wurden verzweifelter. "Wir sind dann besser nachgerückt", sagte FCH-Mittelfeldspieler Roland Rein, der nach einem Schlag in die Wade ausgewechselt werden musste.

Die Homburger hatten jetzt in der Offensive mehr Platz und hätten durch Michael Petri in Führung gehen können. Sein Kopfball rollte knapp am Tor vorbei, nachdem FCS-Torwart Pascal Formann den Ball verpasst hatte (65). In der 78. Minute gingen die Gäste dann tatsächlich überraschend in Führung. Und ausgerechnet der Ex-Saarbrücker Christoph Holste hatte den Spielzug eingeleitet und ihn auch freistehend in der Mitte abgeschlossen. Beim FCS hatte Philipp Wollscheid den Ball verloren, der zuvor für den gelb-rot-gefährdeten Michael Müller ins Spiel gekommen war.

Die Homburger Freude dauerte aber nur vier Minuten. Dann segelte ein Einwurf von Wollscheid in den Strafraum, Jean-Claude Mpassy verlängerte per Kopf und der zwei Minuten zuvor eingewechselte Samir Hadji köpfte den Ball zum 1:1 in den Winkel. Hodel kam zwar noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. "Das war mein erster Ballkontakt. Ein Punkt ist aber zu wenig", meinte der 19-jährige Mustapha Hadji. In den letzten fünf Minuten rannte der FCS an, aber vergebens. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, ein gutes, temporeiches Oberligaspiel gesehen zu haben, wiewohl nicht nur Alfred Kaminski über das Ergebnis enttäuscht war. Saarbrücken hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf Neunkirchen. Der FC Homburg liegt weiter sechs Punkte hinter Platz vier. Und auch FCH-Stürmer Michael Petri meinte: "Der Punkt bringt uns nicht viel nach vorne, es wird jetzt immer schwerer. So ein Spiel muss man auch einmal mit 1:0 gewinnen."

Am Rande

 Christoph Holste jubelt über seinen Führungstreffer für den FC Homburg.

Christoph Holste jubelt über seinen Führungstreffer für den FC Homburg.

Punkte hatte der FC Homburg im Ludwigsparkstadion keine zu verschenken. Trotzdem hatte FCH-Trainer Gerd Warken unter seinem Trainingsanzug ein Geschenk für Helmut Schwan. Der zweite Vorsitzende des 1.FC Saarbrücken feierte am Samstag seinen 70.Geburtstag. Und Warken schenkte dem ehemaligen Mannschaftsbetreuer und Fanbeauftragten des FCS ein Trikot des FC Homburg. Beide kennen sich lange, Warken trainierte in den 90er Jahren die FCS-Amateure. "Du wirst wahrscheinlich nicht damit durch Saarbrücken laufen können", schmunzelte Warken. Der Jubilar freute sich über den Zuwachs für seine Trikotsammlung, nachdem er vom Präsidium bereits ein FCS-Trikot bekam. Und irgendwie passte es auch - Schwan wohnt nämlich in der Saarbrücker Straße "Am Homburg". raps

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