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FC Lautenbach spielt jetzt auf Rasen

FC Lautenbach spielt jetzt auf Rasen

Lautenbach. Als der FC Lautenbach (FCL) für die Meisterschaftsrunde 1997/98 des Saarländischen Fußballverbandes keine Aktiven-Mannschaft meldete, glaubten viele, dass der kleine Verein aus dem Ottweiler Stadtteil an der Ostgrenze des Saarlandes zu Rheinland-Pfalz endgültig von der Fußball-Bildfläche verschwinden würde. Man hatte nicht genug Spieler, kaum Nachwuchskicker

Lautenbach. Als der FC Lautenbach (FCL) für die Meisterschaftsrunde 1997/98 des Saarländischen Fußballverbandes keine Aktiven-Mannschaft meldete, glaubten viele, dass der kleine Verein aus dem Ottweiler Stadtteil an der Ostgrenze des Saarlandes zu Rheinland-Pfalz endgültig von der Fußball-Bildfläche verschwinden würde. Man hatte nicht genug Spieler, kaum Nachwuchskicker. Die dem FCL treu gebliebenen Aktiven spielten anschließend beim TuS Dunzweiler, Kreis Kusel, ab 2002 dann beim westpfälzischen TuS Breitenbach.Allerdings hat man in Lautenbach jederzeit die Nachwuchsarbeit im Auge behalten, delegierte die Kinder und Jugendlichen des Ortes in eine auch heute noch existierende Spielgemeinschaft mit TuS Breitenbach und TuS Fürth. Aber 2007 gelang die Rückkehr in den SFV-Spielbetrieb der Aktiven. Damals standen fast ausschließlich einheimische Spieler im Mannschaftskader und auch Trainer Michael Göbels war ein Lautenbacher. Ihm folgten für zwei Jahre Helge Hitzler und als Interimscoach Stefan Marx. Jetzt werden die Lautenbacher von Marco Hartmann trainiert.

Hermann Köcher, seit 2001 Vorsitzender, rekapituliert: "Wir mussten uns Etwas einfallen lassen, denn die Spielerdecke war auch für nur eine Mannschaft ziemlich dünn. Aber dann hatten wir eine Idee. Wenn wir neue Spieler gewinnen wollten, müssten wir den staubigen Rote-Erde-Hartplatz in einen Rasenplatz umbauen. Und den konnten wir am 19. Juni eröffnen." Doch vorher leisteten die Mitglieder viele tausend Stunden ehrenamtliche Arbeit. In Eigenregie wurden die meisten Maßnahmen durchgeführt. Finanzielle Unterstützung erhielt der FCL von der Sportplanungskommission des Landes, vom Innenministerium und der Stadt Ottweiler.

Große Verdienste hatten auch Landschafts- und Gartenbau Thomas Batz und Baumaschinen Ralf Schneider. Köcher: "Sie halfen uns, die Kosten in Grenzen zu halten. Besondere Erwähnung verdienten sich unsere Ehrenmitglieder Otto Schneider, Horst Benz und Gerd Brendel. Sie waren in den zurück liegenden Monaten öfter auf dem Sportplatz als zu Hause." Im Vorstand teilt sich Köcher die Arbeit mit dem zweiten Vorsitzenden Heiner Fuchs, Kassierer Jörg Meyer, Schriftführer Michael Marx, dem ersten Beisitzer Helmut Poppe und Organisationsleiter Oliver Bleymehl. Die sportliche Leitung liegt in Händen von Dieter Wittling und Harald Brauer. Letztere äußeren sich optimistisch, wie es nun weiter geht beim FCL. "Wir haben 35 Aktive, elf teils richtig gute Akteure hinzu gewonnen, auch eine zweite Mannschaft gemeldet und erwarten nach Tabellenrang zehn in der vergangenen Saison in der Kreisliga A Weiselberg einen Platz unter den ersten Fünf."

Spielertrainer Marco Hartmann ist zurückhaltender: "Wir wollen eine gute Runde spielen. Alles andere ergibt sich von selbst."

Dass der FCL sportlich auf einem guten Weg ist, beweist auch der Turniersieg in Baltersweiler, bei dem die Bezirksligisten SV Baltersweiler, SV Furchweiler und der SV Achtelsbach, Rheinland-Pfalz, geschlagen wurden. Und stolz ist Hermann Köcher auch auf die Tatsache, dass der kleine Verein sechs Schiedsrichter hat.

fclautenbach.de

Auf einen Blick

Die Neuzugänge des FC Lautenbach: Trainer Marco Hartmann (SV Baltersweiler), Marco Limbach, Salvatore Rimasti, Dirk Wittling, Thomas Scholl, Stefan Steinbach, Matthias Kiefer, David Görgen (alle SVGG Hangard), Harald Brauer (TuS Steinbach), Markus Kennel (SV Baltersweiler), Klaus Brehm (SV Urexweiler). Die Abgänge: Cedric Müller (TuS Steinbach), Martin Bischof (DJK Elversberg). rp