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FC Homburg in Regionalliga gefordert
Anlauf nehmen für das große Derby

Trainer Jürgen Luginger mahnt zu Gelassenheit, auch wenn man es ihm nicht immer ansieht.
Trainer Jürgen Luginger mahnt zu Gelassenheit, auch wenn man es ihm nicht immer ansieht. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Regionalligist FC Homburg will bei Spiel in Freiburg seine Niederlagenserie beenden. Von Ralph Tiné

Auf den ersten Blick steht der FC Homburg in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest trotz zuletzt drei Niederlagen in Serie glänzend da. Rechnet man den voraussichtlichen Drei-Punkte-Abzug für Waldhof Mannheim mit ein, trennen den FCH nur vier Punkte vom Spitzenreiter. Am Dienstag entscheidet der DFB letztinstanzlich über die Strafe gegen Mannheim wegen der Ausschreitungen beim abgebrochenen Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen am Ende der vergangenen Saison.


Die eng zusammengerückte Tabelle lässt sich aber auch umgekehrt lesen. So ist der Abstand zu den Abstiegsplätzen ebenfalls sehr gering geworden. Vor diesem Hintergrund – und mit Blick auf das Lokalderby gegen den 1. FC Saarbrücken am folgenden Spieltag – käme es dem FCH mehr als gelegen, mit einem Sieg beim SC Freiburg II an diesem Samstag um 14 Uhr das Ruder herumzureißen. Gelingt dies nicht, droht ein Sturz im Klassement.

„Ich glaube, wir sollten im Moment nicht auf die Tabelle schauen“, sagt Christian Lensch. Für ihn geht es einzig darum, die jüngsten Negativerlebnisse hinter sich zu lassen. „Das Spiel gegen den FSV Frankfurt war kopfmäßig schon ein krasses Ding. Deswegen war es gut, mal zwei Tage abschalten zu können“, sagt Lensch über den Kurzurlaub, den er und seine Kollegen nach der 1:2-Niederlage von Trainer Jürgen Luginger erhalten haben. Der Außenbahnspieler versichert, dass sich die Mannschaft voll auf die anstehende Aufgabe in Freiburg konzentriere und weder das Thema Aufstieg noch das Derby gegen den FCS zum jetzigen Zeitpunkt irgendeine Relevanz hat.



Luginger, der die Euphorie bei der Siegesserie zu Beginn der Runde ebenfalls gelassen zur Kenntnis nimmt wie gerade aufkommende Untergangs-Szenarien, dürfte die Einstellung seines Spielers gefallen. „So wenig wie bei den Siegen vorher alles gut war, ist jetzt alles schlecht gewesen“, sagt der Trainer. Der 50-Jährige ist zuversichtlich, dass die offensiv orientierte Spielweise der Freiburger Zweitvertretung dem FCH besser liegt als die zuvor erlebte Beton-Defensive des FSV Frankfurt und des SC Hessen Dreieich (0:1). „Dass Freiburg eine sehr spielstarke Mannschaft hat, kommt uns entgegen. Ich glaube, dass die Fußball spielen wollen“, sagt er.