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FC Homburg will mitmischen im Meister-Rennen

Saisonstart in der Regionalliga Südwest : FCH will im Meister-Rennen mitmischen

Top-Neuzugänge, starke Vorbereitung, gute Laune: Fußball-Regionalligist Homburg startet mit großen Ambitionen in die neue Runde.

Strahlender Sonnenschein liegt über dem Homburger Waldstadion. Kurz vor dem Saisonstart in der Fußball-Regionalliga Südwest passt das Wetter bestens zur allgemeinen Stimmungslage beim FC Homburg, der an diesem Samstag um 14 Uhr mit dem Gastspiel bei Rot-Weiß Koblenz in die neue Runde einsteigt. „Die Vorbereitung war sehr gut“, verrät FCH-Trainer Timo Wenzel gut gelaunt: „Es ist viel Schweiß geflossen, jeder musste immer an seine Grenzen gehen – jetzt sind wir gut gerüstet.“

Nach einem personellen Umbruch geht Wenzel mit einem Team ins Rennen, das er nach seinen Wünschen und Vorstellungen zusammenstellen konnte. Die 14 Neuzugänge (vier aus den eigenen Reihen) sind allesamt Wunschspieler des 44-Jährigen. Es habe bei den Transferverhandlungen im Sommer nur eine einzige Absage gegeben.

Ein Schwerpunkt in der Vorbereitung lag ob der vielen Veränderungen darauf, ein neues Mannschaftsgefüge zu etablieren. „Da hat uns das Trainingslager unheimlich geholfen“, blickt Wenzel auf einen gelungenen Aufenthalt im Kleinwalsertal in Österreich. „Wir haben einwandfreie Charaktere im Team. Klar, dass man sich bei so vielen Wechseln erst finden muss, aber das ging zügig“, betont Mittelfeldmotor Mart Ristl. Der 26-Jährige wurde in der Vorwoche von Wenzel zum neuen Kapitän ernannt – und sieht sich bereit für diese Rolle: „Ich bin generell jemand, der gerne Verantwortung übernimmt.“

Der neue Spielführer macht keinen Hehl daraus, dass es nach Platz sechs in der Vorsaison diesmal ein Stück höher hinausgehen soll. „Ich glaube fest daran, dass wir ganz oben mitspielen können. Man sieht, wie sich die Jungs Tag für Tag präsentieren und mitziehen. Wir haben uns intern einiges vorgenommen.“ Und das kann angesichts der Qualität der Neuzugänge nur der Aufstieg in die 3. Liga sein. In einer aktuellen Trainer-Umfrage gehört der FCH neben dem SSV Ulm, Kickers Offenbach und dem TSV Steinbach zu den Topfavoriten auf den Titel.

Ein guter Auftakt wäre da enorm wichtig. Im Vorjahr hatte der FCH den Start in den Sand gesetzt. Nach fünf Partien standen nur zwei Punkte zu Buche, im dritten Spiel kassierte Homburg nach desolater Leistung unter anderem eine 0:4-Klatsche beim jetzigen Auftaktgegner Koblenz. Diesmal soll es dort anders laufen – und Ristl sieht klar bessere Vorzeichen: „Der größte Unterschied ist, dass wir durchgehend 20 Feldspieler im Training hatten. Letztes Jahr hat sich die Mannschaft oft allein aufgestellt. Jetzt ist viel mehr Spannung drin, ein ganz anderer Konkurrenzkampf.“

Für Wenzel bringt der neue Konkurrenzkampf viele enge Entscheidungen mit sich, auf wen er in Koblenz setzen wird. Er habe seine Elf im Kopf. Hinter Topzugang Fanol Perdedaj stehe jedoch „ein kleines Fragezeichen“, nachdem der 31-jährige Mittelfeldspieler wegen eines Schlags auf die Wade mit dem Training aussetzen musste. Neu-Angreifer Fabian Eisele, der die Generalprobe vor Wochenfrist gegen Haguenau wegen Schulterproblemen verpasste, ist laut Wenzel fit.

Gegen den französischen Viertligisten gewann der FCH beim Saisoneröffnungsfest im eigenen Stadion mit 4:0 (1:0). Neuzugang David Hummel (SGS Großaspach) traf nach Vorarbeit des lange verletzten Stoßstürmers Thomas Gösweiner zur Pausenführung. Nach der Halbzeit legte mit dem zur Pause gekommenen Joel Gerezgiher ein weiterer Neuling (ebenfalls Großaspach) das 2:0 nach. Markus Mendler und Philipp Hoffmann trafen zum klaren Endstand. „Insgesamt können wir zufrieden sein. Keiner hat sich verletzt, wir haben vier Tore gegen einen guten Gegner erzielt und hinten zu null gespielt“, sah Wenzel einen gelungenen letzten Test, in dem neben Hummel mit Tim Steinmetz, Lukas Hoffmann, Michael Heilig und Perdedaj vier weitere Zugänge in der Startelf auftauchten.