FC Homburg vor dem Derby gegen Saarbrücken in der Fußball Regionalliga

Kostenpflichtiger Inhalt: Derby in der Fußball Regionalliga Südwest : FC Homburg sieht sich vor Derby auf Augenhöhe

Der Regionalligist will den Abstand zum Tabellenführer verkürzen und geht selbstbewusst ins Spiel gegen Saarbrücken.

Wer hat den größeren Druck vor dem Saarderby in der Fußball Regionalliga Südwest zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Homburg, das am Sonntag um 14 Uhr im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion in seine nächste Runde geht?

Jürgen Luginger äußert sich diplomatisch. „Klar ist es was anderes, wenn man oben steht, als wenn man von unten kommt. Aber wir stehen erst in der Mitte der Saison. Egal, wie das Spiel ausgeht, sind danach noch 17 Spiele zu absolvieren. Da kann noch so viel passieren“, nimmt der Homburger Cheftrainer für beide Seiten Dampf aus dem Kessel.

Die Tabelle spricht dagegen eine eindeutige Sprache. Sieben Punkte liegt der FCH auf Platz vier hinter dem Spitzenreiter aus der Landeshauptstadt. Die Souveränität, mit der der FCS durch die Hinrunde marschiert ist, lässt einen massiven Leistungseinbruch der Blau-Schwarzen kaum vermuten. Wollen die Grün-Weißen noch einmal ernsthaft in den Kampf um die Meisterschaft einsteigen, scheint also selbst ein einfacher Punktgewinn in Völklingen zu wenig. Auf der anderen Seite würde der FCS nach der 0:3-Pleite bei der SV Elversberg mit einer weiteren Pleite wieder in ein offenes Titelrennen hineingezogen werden und der von vielen schon als sicher geglaubte Aufstieg in die 3. Liga zu einer Zitterpartie. Mit anderen Worten: Druck ist auf beiden Seiten zur Genüge vorhanden.

Dass der Homburger Trainer den Auswärtsauftritt als „große Aufgabe“ bezeichnet, dürfte auch mit der extremen Heimstärke der Gastgeber zusammenhängen. Vor heimischem Publikum hat der FCS in den vergangenen 13 Monaten nur ein einziges Spiel verloren (0:2 gegen den FC Bayern Alzenau). Auch das letzte Saarderby gegen den FCH an gleicher Stelle endete 3:0 für den FCS. Demgegenüber reisen die Homburger mit der längsten Erfolgsserie der gesamten Regionalliga Südwest an. Seit zehn Spieltagen gab es keine Homburger Niederlage mehr, acht Mal gingen die Grün-Weißen dabei als Sieger vom Platz. „Der Leistung von Saarbrücken in dieser Saison muss man Respekt zollen. Aber wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir auch eine gute Mannschaft haben. Wir sind sicherlich auf Augenhöhe“, sagt Luginger und macht damit ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis aus.

Für den FCH spricht, dass er personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Außenbahnspieler Ihab Darwiche, der am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist, wird den Homburgern fehlen. Dagegen ist Daniel di Gregorio nach seinem mehr als einjährigen Ausfall aufgrund eines Kreuzbandrisses und anschließender Knieprobleme wieder voll auf dem Dampfer. „Mir geht es gut. Ich denke, ich habe noch nicht ganz wieder die Form, die ich vor der Verletzung hatte. Aber ich mache alles, um dort wieder hinzukommen – oder sogar noch besser zu spielen“, sagt der 28-Jährige. Es ist nicht auszuschließen, dass der Italiener im Derby erstmals wieder von Beginn an die Fäden im zentralen Mittelfeld ziehen wird. Die Fitness reiche auf jeden Fall wieder für 90 Minuten, sagt sein Trainer.

Wie auch immer die Homburger Startelf aussehen wird – eines steht für Luginger fest: „Wir wollen dort gewinnen. Sonst brauchen wir erst gar nicht hinzufahren.“

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