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Fußball-Regionalliga
Auftakt mit gewisser Brisanz

 Der Homburger Trainer Jürgen Luginger (Mitte) richtet noch einmal deutliche Worte an seine Spieler.
Der Homburger Trainer Jürgen Luginger (Mitte) richtet noch einmal deutliche Worte an seine Spieler. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Fußball-Regionalligist FC Homburg will mit einem klaren Sieg gegen Walldorf ins Jahr starten. Das könnte aber schwer werden. Von Ralph Tiné

Über zwei Monate mussten sich die Fans des FC Homburg gedulden. An diesem Wochenende ist es nun endlich so weit. Am morgigen Samstag um 14 Uhr geht die Winterpause für die Grün-Weißen zu Ende. Zum Auftakt der noch ausstehenden 14 Begegnungen in der Fußball-Regionalliga Südwest empfängt der FCH im heimischen Waldstadion den FC Astoria Walldorf.


„Es war eine lange Vorbereitung – sehr intensiv, aber auch sehr gut“, fasst der Homburger Mannschaftskapitän Christian Telch die sieben Wochen seit dem Trainingsstart zusammen. Alles andere als gut waren allerdings die Testspiel-Ergebnisse. Vier Niederlagen, ein Unentschieden und ein Sieg lautet die Bilanz des Tabellensechsten. „Die Spiele waren nicht alle schlecht, weil wir verloren haben. Wir haben dabei viel ausprobiert und konnten daraus Schlüsse ziehen. Es gab auch schon Vorbereitungen, wo man alles geschlagen hat und das erste Spiel trotzdem verloren ging“, misst Jürgen Luginger den nackten Ergebnissen der Tests keine große Rolle zu. Viel wichtiger ist es für den FCH-Cheftrainer, „dass wir uns am Samstag für den ganzen Aufwand belohnen“.

Dass mit Walldorf ein Gegner aus dem Tabellenkeller in Homburg antritt, birgt schon eine gewisse Brisanz. Einerseits gehen die Gastgeber gegen den Tabellen-17. als klarer Favorit in die Partie, so dass alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung wäre. Entsprechend betont Telch nicht nur, wie wichtig es sei, gut in die Restrunde hineinzukommen. Er sagt auch: „Es ist sehr wichtig, dass wir zum Auftakt ein gutes Ergebnis erzielen.“ Auf der anderen Seite hat sich der FCH in der bisherigen Saison gerade gegen defensiv ausgerichtete Außenseiter immer wieder extrem schwer getan und Punkte liegen lassen. Beispielhaft dafür sind das 0:1 bei Hessen Dreieich, die 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt oder das 0:0 bei Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf.



Nachdem die Astoria im Hinspiel zuhause gegen die Saarpfälzer mit 0:3 unter die Räder gekommen war, liegt die Vermutung nahe, dass auch die überraschend im Abstiegskampf befindlichen Walldorfer in Homburg ihr Glück in einer kompakten Defensive suchen werden. Luginger weiß, dass es in den verbleibenden Spielen gilt, Antworten auf diese unangenehme Spielweise zu finden. „Der härteste Gegner sind wir uns selber in dem Spiel. Es wird nur gehen, wenn die gesamte Mannschaft eine hundertprozentige Leistung abrufen kann“, appelliert der Trainer an seine Jungs.

Nachdem der FCH am sechsten Spieltag vorübergehend den ersten Tabellenplatz übernommen und sich danach über Wochen in Schlagdistanz zur Spitze gehalten hatte, ist der Traum, noch einmal ganz oben anzugreifen, auch bei mittlerweile zehn Punkten Rückstand auf Ligaprimus Waldhof Mannheim noch nicht ganz ausgeträumt. „Das Thema ist nicht durch, aber man muss auch realistisch bleiben. Klar ist, dass wir natürlich nicht auf dem sechsten Platz bleiben wollen“, sagt Kapitän Telch.

Während sich in der Mannschaft bis auf den Zugang von Mittelfeldspieler Ihab Darwiche von Kickers Offenbach personell nichts verändert hat, hat Co-Trainer Joti Stamatopoulos seinen Vertrag in Homburg bis 2021 verlängert. „Er arbeitet sehr gut und vertrauensvoll mit Cheftrainer Jürgen Luginger zusammen. Deshalb war die Vertragsverlängerung die logische Konsequenz“, kommentiert FCH-Sportmanager Michael Berndt die Personalentscheidung.