FC Homburg verliert beim 1. FC Saarbrücken mit 1:2, Maier im Blickpunkt

Kostenpflichtiger Inhalt: FCH verliert spät beim FCS : Die Homburger Serie reißt ausgerechnet im Derby

FCH leistet sich beim 1:2 in Saarbrücken mehr Fehler als der FCS. Ein Punkt wäre für Trainer Luginger verdient gewesen.

Nach zehn Spielen ohne Niederlage ist die Serie des FC Homburg gerissen. Im Saarderby der Fußball-Regionalliga Südwest beim 1. FC Saarbrücken unterlagen die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag vor 4307 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion mit 1:2. „Ich hatte vorher gesagt, dass der verliert, der mehr Fehler macht. So war es dann auch. Vor allem wie das 1:0 für Saarbrücken zustande kam, war unglücklich“, sagte FCH-Trainer Jürgen Luginger, der einen Punkt für seine Mannschaft „verdient“ empfunden hätte. Somit liegt der FCH zum Abschluss der Hinrunde auf Tabellenplatz vier zehn Punkte hinter Spitzenreiter Saarbrücken.

Zum Spiel: Die erste Überraschung erwartete den Homburger Anhang bereits mit der Startaufstellung, in der der Ex-Saarbrücker Marcel Carl anstelle von Patrick Dulleck im Sturm begann. Dass Carl mehr kann, als er bei seinen bisherigen, meist durchwachsenen Auftritten im Homburger Trikot gezeigt hat, bewies der Stürmer, als er in der fünften Minute seinen Gegenspieler im Saarbrücker Strafraum stehen ließ und eine gute Hereingabe vor das Tor brachte, die Christopher Theisen nur ganz knapp verpasste.

Ansonsten erspielten sich die Hausherren ein leichtes Übergewicht, ohne dabei zwingend zu werden. Das änderte sich in der 23. Minute, als Christopher Theisen einen harmlosen Zweikampf an der eigenen Grundlinie gewann, dann aber den Ball vor das eigene Tor brachte, wo Fanol Perdedaj per Kopf zum 1:0 für den FCS einschoss. „Das 1:0 geht auf meine Kappe. Ich wollte eigentlich meinen Gegenspieler anschießen. Aber der hat sich weggeduckt, und ich bringe den Ball vors eigene Tor“, erklärt Theisen das kuriose Missgeschick.

Danach blieb es auf beiden Seiten – von zwei starken Paraden von FCH-Torwart David Salfeld in der 38. Minute und in der Nachspielzeit abgesehen – bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter David Scheuermann weitgehend ereignislos.

Nach dem Seitenwechsel lief die Partie zwei Minuten, als der Saarbrücker Torwart Daniel Batz eine Hereingabe von Maurice Neubauer unterlief, wodurch Stefano Maier den Ball nur noch zum 1:1 einschießen musste. In der 56. Minute konnte sich Salfeld wieder einmal gegen Sebastian Jacob auszeichnen. Fünf Minuten später ersetzte Patrick Dulleck Carl, dem nach ordentlichem Beginn immer weniger gelang. Homburg bestimmte nun das Geschehen auf dem Rasen, das sich zunehmend vor das Saarbrücker Tor verlagerte.

In der 87. Minute rettete dann Salfeld noch einmal gegen Jacob. In der 90. Minute wurde der FCH-Schlussmann dann aber doch noch von Jacob bezwungen, als dieser einen Foulelfmeter zum 2:1-Siegtreffer verwandelte. Maier hatte zuvor den Saarbrücker Fabian Eisele im Strafraum gefoult. „Ich sehe ihn nicht und habe ihn dann getroffen, deshalb kann man den Elfer geben“, räumt Maier ein. Das Ergebnis spiegelt aus der Sicht des Torschützen nicht die Kräfteverhältnisse wider: „Ich denke, ein 1:1 wäre gerechter gewesen.“ Auch Salfeld befand, dass „Saarbrücken das Spiel glücklich gewonnen hat. Ich denke, wir können mit unserer Leistung erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“

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