FC Homburg tut sich gegen Koblenz schwer, siegt aber mit 2:1

Fußball-Regionalliga : Nur das Ergebnis stimmt gegen den Letzten

FC Homburg tut sich gegen Regionalliga-Schlusslicht Rot-Weiß Koblenz schwer, siegt aber mit 2:1.

Jürgen Luginger wollte das Spiel am Samstag nicht besser machen, als es war. „Am Ende zählt nur das Ergebnis“, sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Homburg. Und das Ergebnis stimmte. Mit 2:1 gewann der FCH gegen den Tabellenletzten Rot-Weiß Koblenz, auch wenn sich der Unterhaltungswert für die 1050 Zuschauer im Homburger Waldstadion in engen Grenzen hielt.

„Wir haben uns das Leben selber schwergemacht, indem wir die Konter nicht gut ausgespielt und unsere Chancen nicht genutzt haben. Deshalb waren wir selbst schuld, dass es bis zum Ende so spannend blieb“, räumte Christopher Theisen ein. Dabei sah die Homburger Welt bis zur 34. Minute, als Theisen, der für den gelbgesperrten Patrick Lienhard auf der Sechser-Position spielte, zum zwischenzeitlichen 2:0 eingeköpft hatte, noch rosarot aus.

Bereits nach 16 Minuten hatte FCH-Kapitän Christian Telch den Koblenzer Abwehrriegel nach einem Eckball von Maurice Neubauer mit seinem Kopfballtreffer zum 1:0 geknackt. Doch nachdem Theisen die vermeintlich sichere Zwei-Tore-Führung für die Hausherren hergestellt hatte, dauerte es nur zwei Minuten bis zum Koblenzer Anschlusstreffer durch Sven König. „Das 2:0 hätte uns eigentlich Sicherheit geben müssen. Aber dann kassieren wir ein dummes Ding zum 1:2 und machen es uns damit unnötig schwer“, ärgerte sich Telch.

Der FCH blieb zwar auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, leistete sich aber im Mittelfeld zum Teil haarsträubende Abspielfehler, die gegen einen stärkeren Gegner wohl schnell zum Verhängnis hätten werden können. Warum sich die Grün-Weißen schon zum wiederholten Mal gegen einen fußballerisch limitierten Gegner so schwer taten, konnte auch der Kapitän nicht erklären. „Ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Solche Fehler sollen nicht passieren, sind aber passiert. Das müssen wir irgendwie abstellen“, forderte der Homburger Spielführer. Theisen stieß in dasselbe Horn: „Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir das ansprechen und verbessern.“

Der Homburger Trainer vermutet den Grund dafür, dass es bei seiner Mannschaft gegen stärkere Gegner meist besser läuft als gegen Gegner aus den unteren Bereichen der Tabelle, im Kopf der Spieler. „Diese unnötigen Fehler sind schwer zu erklären. Vielleicht sind wir nicht so konzentriert, wie es sein muss gegen solche Gegner“, mutmaßt Luginger.

Trotz der spielerischen Defizite läuft es beim FCH ergebnismäßig rund. Seit sechs Spieltagen sind die Saarpfälzer ungeschlagen und gingen dabei fünf Mal als Sieger vom Platz. In der Tabelle stehen die Grün-Weißen auf Platz vier.

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