FC Homburg siegt dank Torhüter David Salfeld 2:1 in Steinbach Haiger

Kostenpflichtiger Inhalt: Starker FCH-Torhüter : Salfeld bringt Steinbach zur Verzweiflung

FC Homburg entführt beim Tabellenzweiten drei Punkte. Kurioses Spiel für FCH-Abwehrspieler Tim Stegerer.

Der Spruch des Abends kam von Adrian Alipour. „Mir fehlen die Worte. Es heißt ja, dass Fußball die schönste Sache der Welt ist. Fußball kann aber auch der größte Dreckssport sein – das hat man heute gesehen“, kommentierte der Trainer des TSV Steinbach Haiger am Freitag die erste Heimniederlage des Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest gegen den FC Homburg. Dass die Hausherren 90 Minuten Dampf machten, jede Menge erstklassige Torchancen hatten und das bessere Team waren, zählte nicht. Am Ende stand ein 2:1 für den FCH.

„Wir waren spielerisch nicht so gut wie Steinbach. Aber wir hatten das nötige Glück auf unserer Seite. Am Ende sind wir für 90 Minuten leidenschaftlichen Kampf belohnt worden“, sagte FCH-Trainer Jürgen Luginger, der mit einem Grinsen einräumte: „Das war schon ein nervenaufreibendes Spiel. Das hat für ein bisschen Puls gesorgt.“

Es war ein überaus kurioses Spiel, das die 1405 Zuschauer geboten bekamen. So gab es das schnellste Tor der Saison zu sehen, als Thomas Steinherr Sekunden nach dem Anpfiff eine verunglückte Rückgabe in der Steinbacher Abwehr zum 1:0 für den FCH nutzte. Ab nun spielte allerdings nur noch der Gastgeber, der zwei Minuten später mit einem Kopfball von Sasa Strujic am Homburger Querbalken scheiterte. Weitaus häufiger scheiterte Steinbach in der Folge an FCH-Torwart David Salfeld. „Dass ein Gegentor auf dem Konto steht, ist ein bisschen ein Wermutstropfen. Aber ich denke, dass ich einige gute Paraden zeigen konnte, um meine Mannschaft im Spiel zu halten“, kommentierte der mit Abstand beste Spieler des Abends seine Leistung bescheiden.

Tatsächlich ging das Gegentor auf das Konto von Außenverteidiger Tim Stegerer. Es lief die 80. Minute, als der Homburger Verteidiger mit einem Katastrophenpass vor dem eigenen Strafraum dem Gegner den Ball in den Lauf spielte und Jannik Mause zum 1:1 ausgleichen konnte. Doch nur zwei Minuten danach wurde es abermals kurios, als Steinbachs Manuel Hoffmann ausgerechnet eine Hereingabe von Stegerer zum 1:2 ins eigene Tor lenkte.

„Zwei Assists – was willst Du mehr? Im Endeffekt kann man darüber lachen“, witzelte Stegerer anschließend, um ernst hinzuzufügen: „Wir haben uns die Punkte zurückgeholt, die wir beim 1:1 gegen Pirmasens haben liegen lassen.“ Dafür, dass der FCH die Punkte schließlich mit nach Hause nehmen konnte, sorgte am Ende der auch vom gegnerischen Trainer als „überragend“ geadelte Salfeld, der in der Nachspielzeit noch mal einen starken Freistoß Hoffmanns parierte und seinem Glanztag die Krone aufsetzte. „So macht die Heimfahrt mehr Spaß“, grinste „Sali“, bevor er sich mit den Kollegen auf den 270 Kilometer langen Heimweg machte.

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