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FC Homburg patzt auch im ersten Spiel des neuen Jahres

Fußball-Regionalliga : Dem FC Homburg fehlt im Angriff jegliche Durchschlagskraft

Der Fußball-Regionalligist patzt auch im ersten Spiel des neuen Jahres und verliert gegen den Bahlinger SC mit 0:1. Die Enttäuschung ist riesengroß.

Wenn der FC Homburg, wie von Kapitän Patrick Lienhard gefordert, am Samstag gezeigt hat, was in ihm steckt, dann muss konstatiert werden, dass das für eine Mannschaft, die um die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga Südwest mitspielen will, viel zu wenig ist. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unterlagen die Grün-Weißen im heimischen Wald­stadion in der Auftaktpartie des neuen Jahres dem Bahlinger SC mit 0:1 und blieben damit auch im vierten Spiel in Folge ohne Sieg. „Wir sind natürlich enttäuscht. Die Laufbereitschaft und der Einsatzwille der Mannschaft waren ansprechend. Aber wir haben nach vorne nicht die Durchschlagskraft entwickelt, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden“, kommentierte Matthias Mink die Niederlage.

Dass der Homburger Trainer trotzdem „ein verhältnismäßig gutes Spiel“ seiner Mannschaft gesehen und auch FCH-Torwart David Salfeld die eigene Elf als „klar besser“ ausgemacht hatte, lässt sich aufgrund der klaren Feldüberlegenheit über die gesamte Spieldauer ein Stück weit erklären. Doch trotz aller Dominanz im Mittelfeld und einem gefühlten Ballbesitz von 80 Prozent fand der FCH kaum einen Weg durch die sehr gut gestaffelte Bahlinger Hintermannschaft.

Da auch Bahlingen über eine Stunde lang offensiv de facto überhaupt nicht stattfand, schien es nur eine Frage der Zeit und Geduld, wann die Saarpfälzer in Führung gehen würden. Doch die paar Homburger Zaungäste, die das Spiel im Corona-bedingt leeren Waldstadion aus dem angrenzenden Wald heraus beobachteten, sahen stattdessen, wie Santiago Fischer in der 62. Minute die erste und einzige echte Torchance der Gäste vom Kaiserstuhl nutzte und eiskalt das entscheidende Tor des Tages erzielte. Dass der Torschütze dabei mit einer einfachen Körpertäuschung den Homburger Innenverteidiger Maurice Springfeld ziemlich alt aussehen ließ, ist ein weiterer Punkt in der mittlerweile langen Liste von verhängnisvollen Individualfehlern in der Homburger Defensivarbeit.

Etwas überraschend war, dass Marco Hingerl, der im Unterschied zum völlig glücklosen Marcel Carl zumindest einige Akzente nach vorne setzen konnte, für Patrick Dulleck das Feld räumen musste. Mit dem Einsatz des neuen Stürmers kam mehr Schwung ins Homburger Offensivspiel, klare Torgelegenheiten blieben allerdings weiter aus. Dass erst in der Nachspielzeit ein Kopfball des ansonsten offensiv fast gar nicht in Erscheinung tretenden Mart Ristl die einzige wirklich zwingende Chance der Gastgeber war, lässt erahnen, wie schwer sich der FCH einmal mehr gegen einen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel tat. „Gegen solche Mannschaften musst du deine wenigen Chancen einfach nutzen“, sagte Lien­hard desillusioniert. Durch die Pleite konnte der FCH die Chance, sich in der Tabelle weiter nach vorne zu schieben, nicht nutzen. Und das hinterließ Enttäuschung pur.