FC Homburg ist nach 2:1 gegen VfR Aalen dank Dulleck auf Verfolgerkurs

Fußball-Regionalliga : FCH ist dank Dulleck auf Verfolgerkurs

Homburger tanken durch 2:1-Heimsieg gegen den VfR Aalen neues Selbstvertrauen und richten eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Beim 2:1-Sieg des FC Homburg gegen den VfR Aalen am Dienstagabend haben die Saarpfälzer gezeigt, dass sie den Ansprüchen an einen Mitfavoriten gerecht werden können – zumindest eine Halbzeit lang. 1378 Besucher im Wald­stadion sowie die Zuschauer der Sport1-Liveübertragung des Spiels im Fernsehen sahen in den ersten 45 Minuten einen kämpferisch und spielerisch überzeugenden FCH.

„Da ist uns schon eine Last von den Schultern gefallen. Man hat von der ersten Sekunde an gesehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten“, sagte Torschütze Maurice Neubauer nach dem holprigen Start in die Saison mit nur vier Punkten aus drei Spielen. Zur Last fallen könnte dem FCH dagegen, dass nach einer Stunde im Homburger Fanblock Feuerwerk und Rauchbomben gezündet wurden. Dafür dürfte dem Verein noch eine Strafe vom Verband drohen.

Im Spiel hatte Linksverteidiger Neubauer in der 34. Minute seine starke Vorstellung mit dem Treffer zum 2:0-Zwischenstand für die Homburger gekrönt. Stürmer Patrick Dulleck, der die Vorarbeit zu Neubauers Tor leistete, hatte bereits zehn Minuten vorher das 1:0 für die Hausherren erzielt. „Wir waren heute von Anfang an hellwach und aggressiv“, zeigte sich FCH-Trainer Jürgen Luginger mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Hälfte hochzufrieden.

Dass der FCH im zweiten Abschnitt nicht mehr die Souveränität der ersten 45 Minuten zeigte, hing auch mit dem unglücklichen Eigentor von Kevin Maek kurz vor der Pause zusammen. In der 41. Minute wollte der Innenverteidiger, der nach seiner Rot-Sperre aus dem Auftaktspiel gegen Aufsteiger Bayern Alzenau (1:2) anstelle von Stefano Maier wieder in die Startelf zurückkehrte, einen Ball per Kopf klären. Dabei überlupfte er allerdings FCH-Torwart David Salfeld ins eigene Tor.

„In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr so zielstrebig nach vorne gespielt. Trotzdem hätten wir das 3:1 oder sogar das 4:1 machen müssen. Dann müssen wir nicht bis zum Schluss zittern“, sagte Luginger. Er spielte damit auf die beiden Riesenchancen von Loris Weiss an, der anstelle von Marcel Carl von Beginn an spielte. In der 70. und in der 79. Minute stand der Neuzugang von Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich zweimal allein vor Daniel Bernhardt, musste sich aber beide Male dem VfR-Schlussmann geschlagen geben. Da die Grün-Weißen vor dem eigenen Tor kaum etwas zuließen, endete die Partie mit einem „verdienten Sieg“, wie Aalens Trainer Roland Seitz einräumte.

Maek erwartet vom ersten Homburger Heimsieg der Saison Signalwirkung. „Jetzt gehen wir die nächsten Aufgaben genauso an, und dann gewinnen wir die auch“, sagte der Abwehrrecke gewohnt selbstbewusst. Dass der FCH als Tabellenachter sechs Punkte hinter Spitzenreiter Kickers Offenbach (ein Spiel mehr) und fünf hinter dem zweitplatzierten 1. FC Saarbrücken und dem Dritten TSV Steinbach liegt, sieht Maek gelassen. „Wenn wir unseren Fußball durchziehen, sind wir auf Augenhöhe mit denen, die oben stehen. Und wenn wir unsere Spiele gewinnen, lassen die anderen auch Punkte“, prophezeit der Innenverteidiger. Der nächste Dreier könnte am Samstag folgen. Dann gastiert der FCH um 14 Uhr beim Aufsteiger Bahlinger SC.

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