FC Homburg führt 2:0 und spielt am Ende 2.2 gegen SV Waldhof Mannheim

Regionalliga Südwest : FCH versäumt es, den Sack zuzumachen

FC Homburg spielt nach starker erster Halbzeit samt 2:0-Führung am Ende 2:2 gegen Regionalliga-Meister Mannheim.

Hätten beide Mannschaften ihre Torchancen konsequenter genutzt, hätte das Fußballspiel des FC Homburg gegen den SV Waldhof Mannheim in der Regionalliga Südwest am Sonntag locker 5:5 oder höher enden können. Nach einer bärenstarken ersten Halbzeit der Homburger und einer nicht minder guten zweiten Hälfte der Gäste ging die Partie vor 1850 Zuschauern im Waldstadion stattdessen mit 2:2 zu Ende. Gäste-Trainer Bernhard Trares sprach von einem „insgesamt fairen und ehrlichen Ergebnis“ und erntete dafür Zustimmung von beiden Seiten. „In der ersten Halbzeit haben wir ein sensationelles Spiel gemacht. Aber man hat auch gesehen, warum Mannheim da oben steht“, sagte FCH-Trainer Jürgen Luginger.

Wer erwartet hatte, dass die Waldhöfer, nachdem sie sich mit einem 1:0-Sieg gegen Wormatia Worms frühzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg gesichert hatten, mit der zweiten Garde antreten würden, sah sich getäuscht. Bis auf den Torwart Miro Varvodic, der sein erstes Regionalligaspiel absolvierte, und Raffael Korte, der Sturmspitze Valmir Sulejmani ersetzte, brachte SV-Trainer Bernhard Trares die erste Elf auf den Platz. Für eine Überraschung sorgte dagegen FCH-Trainer Jürgen Luginger, indem er Innenverteidiger Kevin Maek von Beginn an in den Sturm stellte. „Ziel war es, im Sturm präsenter zu sein. Das hat mit Kevin vorne gut geklappt“, kommentierte Luginger die Maßnahme.

In der 14. Minute läutete Jan Eichmann mit seinem Kopfball zum 1:0 eine ganz starke Vorstellung der Homburger ein. In der 20. und 23. Minute hatte Ihab Darwiche zwei gute Gelegenheiten zu erhöhen. In der 33. Minute hämmerte dann Patrick Dulleck den Ball aus 15 Metern per Vollspann zum 2:0 in die Maschen. In der 37. und in der 41. Minute zielte Maek bei zwei guten Chancen über das Gästetor. In der 44. Minute hatte Dulleck die Gelegenheit zu seinem zweiten Treffer, scheiterte diesmal aber am Torwart. Die letzte Tormöglichkeit blieb Christopher Theisen vorbehalten, der aus vielversprechender Position übers Mannheimer Tor schoss.

Angesichts des enormen Chancenplus’ war die 2:0-Führung für den FCH zur Pause zu wenig. „Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit zumachen können“, befand Eichmann. Dulleck äußerte sich ähnlich: „Wir führen nach der ersten Halbzeit verdient mit 2:0. Wir hätten aber auch mit 4:0 führen können, dann wäre das Ding hier durch gewesen. So war es klar, dass die noch mal alles versuchen werden. Irgendwann wurde dann der Druck zu groß. So muss man sagen, dass das Unentschieden aufgrund der zweiten Hälfte verdient war.“

Nach Wiederanpfiff ging Waldhof wesentlich zielstrebiger zu Werke und hatte in der 55. Minute durch Dorian Diring die Chance zum Anschlusstreffer. Während Diring noch über das Tor schoss, machte es Maco Schuster besser und traf Sekunden später per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer für die Gäste. In der 67. Minute hatte Gian-Luca Korte die Großchance zum Ausgleich, scheiterte aber am Homburger Schlussmann.

In der 75. Minute versuchte es mal wieder Theisen, sein Schuss landete in den Armen des Mannheimer Torwarts. Fünf Minuten später vollendete der eingewechselte Sulejmani einen Mannheimer Konter zum fast schon erwartbaren 2:2. Fast hätte der eingewechselte Jesse Weißenfels noch das Spiel gedreht, zielte aber etwas zu hoch (88.). So blieb es am Ende beim gerechten Unentschieden. „Es war insgesamt eine starke Leistung von uns. Aber es tut trotzdem etwas weh, weil mehr hätte rausspringen können – vielleicht sogar müssen“, lautete Eichmanns Fazit.

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