Ganz schwache zweite Halbzeit Blamabler FCH-Auftritt macht Trainer Wenzel mächtig sauer

Walldorf · Trainer Timo Wenzel war mächtig angefressen. „Ich muss mich sehr zurückhalten, was ich jetzt sage – so dürfen wir uns einfach nicht präsentieren, wie wir es in Hälfte zwei getan haben“, sagte er nach der enttäuschenden Leistung seines FC Homburg am Freitagabend.

 Homburgs Trainer Timo Wenzel war nach dem 1:3 in Walldorf bedient.

Homburgs Trainer Timo Wenzel war nach dem 1:3 in Walldorf bedient.

Foto: imago images/ImageLabz/Andreas Schlichter via www.imago-images.de

Die 1:3 (0:1)-Niederlage beim FC Astoria Walldorf war verdient.

Nach dem mageren 1:1 im ersten Spiel nach der Winterpause gegen Hessen Kassel wollte sich der Fußball-Regionalligist wieder von der besseren Seite zeigen – doch das ging vor 260 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Sportpark mächtig schief. Nach einer ordentlichen Startphase mit guten spielerischen Ansätzen bauten die Gäste zusehends ab, während sich bei den abstiegsbedrohten Walldorfern ausgerechnet ein Ex-Homburger zum überragenden Akteur aufschwang. Für Marcel Carl war im Sommer kein Platz mehr beim FCH – nun lieferte er Argumente, warum es womöglich ein Fehler war, ihn ziehen zu lassen.

Carl hielt bei der letzten Aktion in Hälfte eins aus 25 Metern einfach mal drauf – und setzte die Kugel bei seinem Traumtor unhaltbar für FCH-Torwart Krystian Wozniak genau ins rechte Eck (45.). Nach der Pause vergab Winter-Neuzugang Shako Onangolo die einzige klare Homburger Chance (63.).

Dann sorgte Carl mit seinem zweiten Streich für die Entscheidung. Die neuformierte Gästeabwehr um Stefano Maier und Mart Ristl (für den verletzten Daniel Di Gregorio und den kranken Jonas Scholz) im Zentrum war einmal mehr nicht auf der Höhe. Carl knallte eine Rechtsflanke zum 2:0 unter die Latte (69.). Aufbäumen der Gäste? Fehlanzeige. Stattdessen legte Nico Hillenbrand gar das 3:0 nach (85.). Das erste Tor von Seonghoon Cheon im FCH-Dress (90. +2.) änderte nichts am blamablen Gesamteindruck. Im Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen Tabellenführer FSV Mainz 05 muss sich Homburg deutlich steigern.