FC Homburg dank Patrick Lienhard und Ihab Darwiche 2:1 gegen SSV Ulm

Regionalliga Südwest : Der FCH bleibt auf Tuchfühlung mit vorne

Regionalligist FC Homburg feiert beim 2:1 gegen Ulm dritten Sieg in Folge. Neuzugang Darwiche erweist sich als Verstärkung.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht aufzukommen. So erging es am Freitagabend auch Christopher Theisen. „Das waren zwei brutale Fouls“, spöttelten Teamkollege Christian Lensch und Mannschaftsarzt Peter Junkes, nachdem der Angreifer Sekunden vor Schluss der Regionalligapartie des FC Homburg gegen den SSV Ulm im Homburger Waldstadion mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war.

Theisen nahm die nicht ganz ernst gemeinten Lästereien mit süß-saurer Miene hin, ließ sich die gute Laune davon aber nicht völlig verderben. Denn auch wenn sich darüber streiten lässt, ob die beiden Vergehen einen Platzverweis rechtfertigten, hatte der FCH mit dem 2:1 gegen Ulm dennoch sein drittes Spiel in Folge gewonnen. „Die Freude über den Sieg überwiegt auf jeden Fall. Es ist zwar für mich persönlich bitter, aber Hauptsache wir haben gewonnen – das zählt“, kommentierte der „tragische Held“.

Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel zeigten die in der Tabelle viertplatzierten Hausherren vor 1275 Zuschauern auch in der zweiten Partie gegen die Ulmer Spatzen über eine Stunde lang einen souveränen Auftritt. Die beiden Tore durch Patrick Lienhard in der 24. Minute und Ihab Darwiche unmittelbar nach Anpfiff der zweiten Halbzeit waren nicht nur schön herausgespielt, sondern auch absolut verdient. Der im Winter neu von Kickers Offenbach gekommene Außenstürmer Darwiche, der wie sein Gegenüber auf der linken Seite Thomas Steinherr mächtig Dampf machte, erweist sich schon jetzt als klare Verstärkung in der Homburger Mannschaft.

„So kann man sich das nur erträumen. Es hätte definitiv nicht besser laufen können“, kommentierte der Torschütze seinen perfekten Einstand in Homburg mit strahlendem Gesicht. Sein Treffer gegen Ulm war bereits sein zweites Tor im dritten Spiel. Dass er sich nicht nur als Offensivspieler versteht, sondern auch die Defensive zu seinen Pflichtaufgaben zählt, gehört zu Darwiches Fußballmentalität. „Wir haben unglaublich stark verteidigt. Wir hätten gerne zu Null gespielt, aber am Ende hat es auch so gereicht. Du kannst solche Spiele nur gewinnen, wenn alle elf Spieler voll mitziehen. Das hat uns auch der Trainer eingebläut“, sagt der 25-Jährige, der in der 77. Minute für Marco Gaiser vom Platz ging.

Eine starke Defensivleistung brauchten die Grün-Weißen insbesondere, nachdem David Braig in der 64. Minute überraschend das 1:2 für die Gäste erzielt hatte. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein ganz starkes Spiel gemacht. Ulm hat erst nach dem Anschlusstreffer Morgenluft gewittert. Wir haben das aber gut verteidigt“, kommentierte FCH-Cheftrainer Jürgen Luginger. Dass die Grün-Weißen in der letzten halben Stunde nicht mehr die Dominanz zeigten wie zuvor, wollte auch Michael Berndt nicht überbewerten. „Hier hat der Tabellenvierte gegen den Sechsten gespielt. Dass man Ulm nicht einfach so an die Wand spielt, ist auch klar“, sagte der Homburger Sportmanager.

Durch den dritten Dreier in Folge bleibt Aufsteiger Homburg den drittplatzierten Offenbachern mit nur einem Punkt weniger im Nacken und hält Anschluss an den 1. FC Saarbrücken auf Platz zwei. Beim Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II hat der FCH bereits am Mittwoch die nächste Chance, sich noch weiter nach oben zu schieben.