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FC Brotdorf gewinnt Fußball-Stadtpokal Merzig

Stadtpokal Merzig : Seriensieger stammt vom Seffersbach

Knapper als erwartet ging es im Finale des Merziger Stadtpokals zu. Doch mit 2:1 behielt FC Brotdorf über den FSV Hilbringen die Oberhand.

Die Kicker von Verbandsligist FC Brotdorf haben ihren Heimvorteil genutzt. Sie haben sich als Titelverteidiger beim Merziger Stadtpokalturnier in der heimischen Seffersbach-Arena erneut die Krone des Turniersiegers aufgesetzt. In einem abwechslungsreichen und bis zum Abpfiff spannenden Endspiel behielten die Jungs von Trainer Hüsnü Acar mit einem 2:1-Sieg über den Bezirksligisten FSV Hilbringen die Oberhand.

Dabei sahen die über 300 Zuschauer über weite Strecken des Spiels nur wenige Klassenunterschiede. Nach einer Viertelstunde Spielzeit unter dem gut leitenden noch jungen Schiedsrichter Sven Scheib (FC Wadrill) legten die Kicker aus den Saarwiesen überraschend eine Führung durch Marco Schmidt vor, die Tayfun Külekci für die klassenhöhere Mannschaft mit einem verwandelten Handelfmeter nach 30 Minuten ausgleichen konnte. Weitere gute Möglichkeiten für den späteren Sieger durch Tom Schreiner, Pascal Schuler und Mergim Ujah blieben ungenutzt.

In der zweiten Halbzeit blieb es bis in die letzten Minuten vor dem Abpfiff ausgeglichen. Zunächst scheiterte Tom Schreiner mit einem Schuss von der halblinken Strafraumgrenze Richtung langes Tordreieck, den aber Torhüter Connor Weber exzellent parierte. Machtlos war Weber wenige Minuten später, nachdem Kevin Oberhauser es besser machte und einen abgewehrten Ball ebenfalls von der Strafraumlinie flach ins lange Eck donnerte zum 2:1-Endspielstand. Dieser wackelte zwar noch einmal, aber Dennis Thiel konnte beim letzten Angriff für Hilbringen in aussichtsreicher Position den Ball nicht verwerten.

Damit wurden die Verbandsligakicker nicht nur ihrer Favoritenrolle gerecht, sondern sicherten sich den Titel zum fünften Mal in ununterbrochener Folge. Zuvor hatten beide Mannschaften überzeugende Siege im Halbfinale abliefern können. Hilbringen siegte mit 7:1 gegen die neuformierte Mannschaft der SpVgg Merzig mit Trainer Jörg Reimsbach, der die Kicker aus der Kernstadt in bessere sportliche Zeiten führen möchte. Die Tore erzielten Dennis Thiel (4), Tom Dostert (2) und Lukas Schaller, den Ehrentreffer besorgte Bastian Kurpanik. Brotdorf behauptete sich mit 3:0 über den SV Merchingen mit Toren von Tom Schreiner, Tayfun Külekci und einem Eigentor.

„Das Endspiel war kein Selbstläufer für uns. Hilbringen hat ordentlich dagegen gehalten. Erst in der Schlussviertelstunde konnten wir mehr Druck im Angriff auf das gegnerische Tor bringen, und letztendlich einen glücklichen aber verdienten Sieg landen“, erklärte FCB-Trainer Hüsnü Acer. Während des Turniers hatte er einige junge Spieler in die Mannschaft einbauen können, denn seine Mannschaft hat doch einen kleinen Umbruch im Hinblick auf die neue Saison vor sich. Mindestens Platz sieben strebt er mit der verjüngten Mannschaft in der neuen Saison an.

Sein Trainerkollege Helmut Hürter vom unterlegenen Endspielteilnehmer nannte das Turnier innerhalb der Vorbereitung für die neue Saison eine gute Gelegenheit, Spieler auf unterschiedlichen Positionen und Spielvarianten unter Wettkampfbedingungen zu testen. Davon konnte er reichlich Gebrauch machen. „Wir konnten uns im Endspiel gegen einen starken Gegner beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg mit unserer Mannschaft sind. Dem zwei Klassen höher spielenden Gegner haben wir doch einige Nadelstiche beigebracht und das Siegen schwer gemacht“, zog er ein zufriedenes Resümee.

Bürgermeister Marcus Hoffeld sagte bei der Siegerehrung, dass das Stadtpokalturnier von seinem tollen Reiz und seiner Attraktivität sowohl bei den Mannschaften, Schiedsrichtern als auch bei den Zuschauern nichts verloren hat. „Möge es allen Mannschaften einen Schub für die neue Saison geben“, wünschte der Rathauschef allen ein gutes Gelingen.

Auf Nachfrage bestätigte der FCB-Vorsitzende Arno Heinz, dass es doch eine kleine Herkulesaufgabe sei, dieses Turnier über fünf Tage mit mehr als 50 Helferinnen und Helfern zu stemmen. Sein Dank galt allen, die mitgeholfen hatten. Schließlich wollen die insgesamt rund 1200 Zuschauer ordentlich versorgt werden.