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Fußball-Bundesliga
Kovac glaubt an „Toptag“ seiner Truppe

Nationalspieler Sebastian Rudy grätscht wohl vorerst weiter für den FC Bayern München.
Nationalspieler Sebastian Rudy grätscht wohl vorerst weiter für den FC Bayern München. FOTO: dpa / Swen Pförtner
München. Der FC Bayern peilt den siebten Titel in Serie an. Noch keine Abnehmer für wechselwillige Nationalspieler Boateng und Rudy. sid

Niko Kovac schmunzelte kurz, als er auf die Kampfansage seines Kollegen Julian Nagelsmann angesprochen wurde. „Wenn es Konkurrenz gibt, begrüße ich das. Dann müssen wir eben besser sein. Das kann uns nur helfen – auch in den internationalen Spielen“, sagte der Trainer des Rekordmeisters FC Bayern vor dem mit Spannung erwarteten Auftakt heute (20.30 Uhr/ZDF) gegen den forschen Herausforderer TSG Hoffenheim.


Beim FC Bayern zählt vor dem Start der 56. Bundesliga-Saison nur die siebte Meisterschaft in Serie. Doch nach eher langweiligen Jahren bringt sich die Konkurrenz so langsam wieder in Stellung. „Es ist immer dasselbe am ersten Spieltag. Es weiß keiner so richtig, wo er steht. Aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft einen Toptag erwischen wird. Wir sind top vorbereitet“, unterstrich Kovac, der bis auf den angeschlagenen Serge Gnabry aus dem Vollen schöpfen kann – auch die wechselwilligen Jérôme Boateng und Sebastian Rudy sind einsatzfähig.

Kovac sprach sich gestern gegen einen Transfer von Boateng aus. „Es wird viel geredet. Im Moment ist das nur heiße Luft. Wir haben drei Weltklasse-Innenverteidiger. Ich wäre sehr froh, wenn ich diese drei Spieler weiter hätte und uns keiner mehr verlässt“, sagte Kovac mit Blick auf Boateng, Mats Hummels und Niklas Süle.



Präsident Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Wechsel des 29-Jährigen zu Paris St. Germain zuletzt auf „50:50“ beziffert. Als Abgänge werden auch Bernat, vor allem Sebastian Rudy gehandelt. Dessen Transfer zu Leipzig soll sich aber zerschlagen haben. Laut Medienberichten wollte sich RB auf die Forderungen der Bayern nicht einlassen, die eine Ablösesumme in Höhe von rund 20 Millionen Euro oder eine Ausleihe mit einer festen Kaufverpflichtung zur kommenden Saison vorsahen. Eine Option ist angeblich noch Schalke. Laut Sportvorstand Christian Heidel gäbe es aber „keinen neuen Stand“.

„Sollte Sebastian hier bleiben, ist er ein Spieler wie jeder andere auch. Dann wird er seine Einsatzzeiten bekommen“, sagte Kovac. Gegen seinen Ex-Club Hoffenheim dürfte Rudy aber wohl keine Rolle spielen: „Die, die spielen, sind Superstars, die auf der Bank sitzen, sind Superstars. Und die auf die Tribüne müssen, sind Superstars.“