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FC Bayern fürchtet niemanden

München. Der FC Bayern München vertritt die Fußball-Bundesliga im Viertelfinale der Champions League. Heute bekommt der einzig verbliebene deutsche Club seinen Gegner zugelost – ein englischer Verein wird es nicht sein. Denn alle Premier-League-Clubs sind ausgeschieden. Sid-Mitarbeiterthomas Niklaus

Lionel Messi , Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic? Egal! Große Namen sind für den FC Bayern kein Grund zur Sorge. "Ich denke, dass wir für keinen ein Glückslos sind", sagte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor der Viertelfinal-Auslosung in der Champions League heute in Nyon (12 Uhr/Eurosport), der der Bundesligist gelassen entgegen blickt. "Uns ist egal, wer kommt. Wir wollen unbedingt nach Berlin", fügte Abwehrspieler Jerome Boateng trotz eines möglichen Hammer-Loses selbstbewusst an. In Berlin findet am 6. Juni das Finale statt.

"Anspruchsvolles Starterfeld"

Bis dahin müssen die Bayern, die nach den Ausscheiden von Schalke 04 , Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund allein die Bundesliga-Ehre retten sollen, noch zwei Hürden überspringen. Im Viertelfinale am 14./15. und 21./22. April kommt es im schlimmsten Fall zu einem Duell mit Titelverteidiger Real Madrid um Weltfußballer Ronaldo oder dem wiedererstarkten FC Barcelona mit Messi. Zudem sind Juventus Turin , Atlético Madrid , der FC Porto, der AS Monaco und Paris St. Germain mögliche Gegner. Für Rummenigge ist dies ein "anspruchsvolles Starterfeld" - eines ohne Beteiligung der Premiere League, die auch nicht mehr in der Europa League vertreten ist. "Mit den besten Mannschaften Europas können wir weder mental noch physisch mithalten", sagte der englische Ex-Nationalspieler Gary Neville. Der 40-Jährige absolvierte mehr als 400 Partien für Manchester United . Er gewann auf Clubebene praktisch alles, was es zu gewinnen gibt. Neville war eine der prägenden Figuren im Mutterland des Fußballs in einer Zeit, in der England den Takt in Europa vorgab.

Heute ist das nicht mehr so. "Was die englischen Clubs international abliefern, ist im Verhältnis zu den anderen Top-Ligen schlichtweg zweitklassig", erklärte der ehemalige deutsche Nationalspieler Dietmar Hamann, der mehr als zehn Jahre auf der Insel spielte. Nicht wenige glauben, dass die Verantwortlichen der großen Vereine nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind, ihre taktischen Konzepte nicht mehr zeitgemäß. Unter Trainer José Mourinho kann der FC Chelsea auch in Überzahl gegen Paris St. Germain nicht gewinnen. Trainer Manuel Pellegrini vertraut bei Manchester City noch immer auf das 4-4-2-System.

Und Rekordmeister Manchester United ? Der war unter Louis van Gaal international gar nicht erst dabei. In England , so scheint es, zählen auf der Trainerbank Namen mehr als Spielideen. "Wir brauchen uns aber doch nur mal aktuell die 20, 30 besten Spieler in Europa anschauen", sagte Hamann: "Mir fällt es schwer, da ein, zwei Spieler zu finden, die in England ihr Geld verdienen."

Niersbach sorgt sich

Aber nicht nur England sorgt sich - Wolfgang Niersbach hat das Ausscheiden eines Bundesliga-Trios im Achtelfinale mit Schrecken zur Kenntnis genommen. "Es bestätigt nur das, was wir schon nach der glorreichen WM angekündigt hatten: Es gibt kein Ausruhen, kein Nachlassen, wir müssen dran bleiben, um die Spitze zu halten", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes gestern. Zum Glück sind ja noch die Bayern im Viertelfinale dabei.