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Fußball-WM 2018
Fairplay zahlt sich doch aus – gut so

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wenn auch nicht aus deutscher Sicht, so schreibt dieses WM-Turnier doch zumindest an anderen Stellen positive Geschichten. So kam es in der Gruppe H am Ende tatsächlich dazu, was vor dem deutschen Gruselkick gegen Südkorea befürchtet worden war: Das Weiterkommen hing an der Fair-Play-Wertung. Von Stefan Regel
Stefan Regel

Dieses Vorgehen verteidigte der Weltverband Fifa und will daran festhalten. Dass das Thema überhaupt diskutiert wurde, ist eh ab­strus. Denn dass ganz am Ende der Entscheidungskette mit Punkten, Torverhältnis, Toren und direktem Vergleich das Betragen einer Mannschaft auf dem Platz den Ausschlag gibt, ist vollkommen in Ordnung. Immerhin kommt so ein wichtiger, fast schon vergessener Aspekt des Spiels doch noch zum Tragen. Das ist nur fair – und hundert Mal sinnvoller, als wenn tatsächlich am Ende das Los entscheiden müsste. Ein Los-Entscheid hätte ungleich mehr Diskussionen gegeben.


Richtig fair zeigte sich auch Senegals Trainer Aliou Cissé. Statt zu jammern oder zu hadern, statt die Schuld bei der Fifa oder Japan zu suchen, trug er sein Schicksal wie ein echter Sportsmann. Schade, dass es dafür keine Punkte gibt.