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Ex-Kapitänin Almind vor Rückkehr?

Saarlouis. Die Saarlouis Royals werden in der kommenden Saison im Europapokal antreten. "Der Etat ist gesichert", bestätigt Marc Tepest, Spielbereichsleiter des deutschen Basketball-Meisters der Frauen, auf SZ-Anfrage. Am Dienstag hatte der Landesausschuss für Leistungssport zugesagt, die Kosten für die Teilnahme zu übernehmen Von SZ-Mitarbeiter Sascha Sprenger

Saarlouis. Die Saarlouis Royals werden in der kommenden Saison im Europapokal antreten. "Der Etat ist gesichert", bestätigt Marc Tepest, Spielbereichsleiter des deutschen Basketball-Meisters der Frauen, auf SZ-Anfrage. Am Dienstag hatte der Landesausschuss für Leistungssport zugesagt, die Kosten für die Teilnahme zu übernehmen. Diese könnten bis zu 50 000 Euro betragen, abhängig von den Gegnern und den damit verbundenen Auswärtsreisen. Dazu müssen alleine 10 000 Euro als Kaution hinterlegt werden. "Außerdem müssen wir beispielsweise zu jedem Heimspiel Parkett verlegen, weil das international Pflicht ist", zeigt Tepest weitere Kostenfaktoren auf. Der Gesamtetat der Saarlouis Royals wird sich in der kommenden Saison also zwischen 200 000 und 250 000 Euro bewegen.



Eine weitere Professionalisierung ist geplant - gerade im Umfeld, was auch Trainer René Spandauw fordert: "Wir sind mittlerweile ein kleines Unternehmen, das größtenteils von Ehrenamtlern geführt wird. Aber das geht auf Dauer nicht. Wir spielen europäisch, also brauchen wir etwa eine kleine Geschäftsstelle und so weiter."

Parallel dazu laufen die Verhandlungen mit den Spielerinnen. Der Kader soll sogar auf Grund der Europapokal-Teilnahme ein bis zwei Spielerinnen mehr umfassen als in der abgelaufenen Runde. Bisher klar sind die Weiterverpflichtungen von Stina Barnert, Lina Schiffer, Janina Wellers und Isabelle Comteße. Petra Manakova, Romy Bär und Kelly Brugman haben bekundet, in Saarlouis bleiben zu wollen. Auch Katharina Schnitzler soll bleiben, allerdings studiert sie in Mainz. Mit Nadine Grieb, Gina Groß und Maita Roberts müssen noch Gespräche geführt werden - genau wie mit den beiden US-Amerikanerinnen Fantasia Goodwin und Celeste Trahan-Davis. "Die beiden haben viele Angebote, da müssen wir sehen, ob wir finanziell überhaupt mithalten können", sagt René Spandauw. "Wir werden uns insgesamt noch Gedanken machen müssen, wie wir den Kader zusammenstellen wollen." Meist werden die Ausländerpositionen erst unmittelbar vor Beginn der Vorbereitung besetzt, weil dann klar ist, auf welchen Positionen Bedarf herrscht.

Ein Thema ist allerdings die ehemalige Kapitänin der Royals, Desiré Almind. Sie hatte Saarlouis vor einem Jahr verlassen und war nach Szeged/Ungarn gewechselt. Beim fünften Finalspiel gegen Wasserburg war Almind in der Stadtgartenhalle. Und angeblich soll sie nicht abgeneigt sein, ins Saarland zurückzukehren. "Sollte sie wollen, werden wir uns das ernsthaft überlegen", sagt Trainer René Spandauw.