Ex-Ironman-Weltmeister Al-Sultan neuer Triathlon-Bundestrainer

Triathlon : Der Weltmeister-Macher ist nun Triathlon-Bundestrainer

Al-Sultan übernimmt Athleten der olympischen Distanz.

Jetzt soll Ironman-Weltmeister-Trainer Faris Al-Sultan auch die deutschen Kurzstrecken-Triathleten erfolgreich machen. Einen Tag nach der Rückkehr aus Hawaii mit seinem erneut siegreichen Schützling Patrick Lange wurde der 40 Jahre alte Münchner von der Deutschen Triathlon-Union als neuer Cheftrainer für den Elitebereich präsentiert. „Es ist unglaublich spannend, mit den besten deutschen Triathleten arbeiten zu können“, sagte Al-Sultan.

Freude, Ehre und große Verantwortung zugleich sei sein neuer Posten. Er wird ihn zusammen mit seiner Arbeit als Trainer des zweimaligen Champions Lange ausüben. Der DTU ist nach zwei Jahren ohne einen Bundestrainer damit ein echter Coup gelungen. Al-Sultan ist charismatisch, ein Charaktertyp. Während seiner aktiven Zeit gönnte er sich auch Pizza und Cola. „Ich war nicht so der Selbstkasteier-Typ“, sagte Al-Sultan, als er 2015 seine Karriere beendete.

Sein Vater kommt aus dem Irak, sein Mutter aus München. Bei seinem Ironman-Triumph vor 13 Jahren reckte Al-Sultan dann auch die bayerische Fahne in die Luft. Al-Sultan solle mit seinem großen Erfahrungsschatz hilfreiche Impulse für den olympischen Triathlon geben, sagte sein neuer Chef Jörg Bügner.

Die Hochzeiten auf der Kurzstrecke liegen ein Jahrzehnt zurück. 2008 wurde Jan Frodeno Olympiasieger in Peking. 2007 gewann Daniel Unger die WM. In Rio 2016 waren deutsche Männer gar nicht am Start, bei den Frauen landeten Laura Lindemann und Anne Haug weit hinten. Seitdem gab es keinen Triathlon-Bundestrainer. „Ich glaube, dass wir bis 2024 benötigen, Tendenz noch eher 2028, um in die Spitze zu kommen und dann bei Olympischen Spielen um die Medaillen mitkämpfen zu können“, hatte Bügner Ende des vergangenen Jahres gesagt. Für eine positive Überraschung bereits in Tokio 2020 hat Al-Sultan nun knapp zwei Jahre Zeit.

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