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Finanzskandal beim LSVS
Ex-Geschäftsführer darf sich nicht äußern

An der Hermann-Neuberger-Sportschule geht es weiter um die Finanzen der Vergangenheit.
An der Hermann-Neuberger-Sportschule geht es weiter um die Finanzen der Vergangenheit. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Im LSVS-Skandal muss der frühere Geschäftsführer Paul H. zu den Vorwürfen gegen ihn schweigen. Der Landessportverband für das Saarland (LSVS) hat den langjährigen Angestellten nicht von seiner dienstlichen Verschwiegenheitspflicht befreit. Von Tobias Fuchs und Kai Klankert

Das erklärte Caroline Gebhardt, die Anwältin von H., gestern auf SZ-Anfrage. Gebhardt hatte am Mittwoch bei den Juristen des LSVS beantragt, dass ihr Mandant sich öffentlich äußern darf. „Wir gehen davon aus, dass die Gegenseite nicht an einer umfassenden objektiven Aufklärung interessiert ist“, erklärte Gebhardt. Eine Begründung erhielt sie nach eigenen Angaben nicht.



Der Verband wird von der Kanzlei Heimes & Müller aus Saarbrücken vertreten. Diese ließ eine Anfrage unserer Zeitung bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. Ihre Entscheidung überrascht, da LSVS-Präsident Klaus Meiser in dem Fall „größtmögliche Transparenz“ angeordnet hatte. H. soll laut seinem Arbeitgeber ein Millionendefizit verschwiegen haben.