1. Sport
  2. Saar-Sport

"Es gibt keinen Grund, zu wechseln"

"Es gibt keinen Grund, zu wechseln"

Stina Barnert, Sie haben gerade ihren Vertrag bei den Saarlouis Royals vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Was war der Hauptgrund?Stina Barnert: Ich fühle mich hier sehr wohl, ich mag alles hier: die Leute, die Mannschaft, das Umfeld. Auch das Trainerteam hat natürlich eine Rolle gespielt.Was heißt das?Barnert: Ich sehe keinen Grund, zu wechseln

Stina Barnert, Sie haben gerade ihren Vertrag bei den Saarlouis Royals vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Was war der Hauptgrund?

Stina Barnert: Ich fühle mich hier sehr wohl, ich mag alles hier: die Leute, die Mannschaft, das Umfeld. Auch das Trainerteam hat natürlich eine Rolle gespielt.

Was heißt das?

Barnert: Ich sehe keinen Grund, zu wechseln. Ich bekomme hier Spielzeit, kann sehr viel lernen und mich weiterentwickeln. Außerdem sehe ich nicht, bei welchen Trainern in Deutschland ich mehr lernen könnte.

Sie sind mit 16 aus Wyk auf Föhr ins Saarland gekommen. Ist Saarlouis bereits zur zweiten Heimat geworden?

Barnert: Das kann man schon so sagen. Ich fühle mich hier heimisch. Es ist zwar immer noch etwas anderes, wenn ich es dann mal zu den Eltern schaffe. Aber wenn ich nach einem langen Wochenende wieder nach Saarlouis komme, fühlt sich das an, als komme ich nach Hause.

Sie haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass Sie irgendwann ins Ausland wechseln wollen. Als A-Nationalspielern könnten Sie das bestimmt bereits nach dieser Saison tun...

Barnert: Aber das käme zu früh, da bin ich mir sicher. Ich weiß, dass ich noch nicht so weit bin. Was bringt es mir, irgendwo mehr Geld zu verdienen, aber nur auf der Bank zu sitzen? Außerdem möchte ich mich zunächst meiner beruflichen Zukunft widmen, bevor ich mich für eine gewisse Zeit ganz dem Basketball widme.

Wie sieht dieser Plan aus?

Barnert: Ich werde eine Ausbildung an der Höheren Berufsfachschule für Hotel- und Gaststättengewerbe machen, weil mich dieses Gebiet sehr interessiert. Die dauert zwei Jahre, danach steht ein Jahr Auslandspraktikum an. Dann werde ich überlegen, ob ich den Schritt wage.

Welche Länder würden Sie denn besonders reizen?

Barnert: Ich würde gerne irgendwann einmal in Spanien oder Italien spielen.

Viele Spielerinnen überlegen nach dem Abitur, an einem College in den USA zu spielen. Kam das für Sie in Frage?

Barnert: Nein, das stand nicht zur Debatte. Ich dürfte da gar nicht spielen, weil ich dort als Profi gelten würde.

Welche Ziele verfolgen Sie mit den Royals noch?

Barnert: In diesem Jahr den Pokalsieg - und vielleicht auch die Meisterschaft. Ich möchte mit den Royals noch so viele Titel wie möglich gewinnen.

Am Sonntag um 15 Uhr kommt Göttingen nach Saarlouis - nur eine Pflichtaufgabe?

Barnert: Auf keinen Fall. Die haben in Wasserburg gewonnen - da müssen wir aufpassen.