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Es darf wieder gedriftet werden

Es darf wieder gedriftet werden

Saarbrücken. Wenn am Samstagabend die Geschäfte auf den Saarbrücker Saarterrassen schließen, beginnt für die Helfer des ADAC Saarland eine arbeitsreiche Nacht. Bis Sonntag früh wird das Gelände in eine Rennstrecke verwandelt, auf der der erste Lauf zur internationalen deutschen Supermoto-Meisterschaft ausgetragen wird

Saarbrücken. Wenn am Samstagabend die Geschäfte auf den Saarbrücker Saarterrassen schließen, beginnt für die Helfer des ADAC Saarland eine arbeitsreiche Nacht. Bis Sonntag früh wird das Gelände in eine Rennstrecke verwandelt, auf der der erste Lauf zur internationalen deutschen Supermoto-Meisterschaft ausgetragen wird. "Saarbrücken besticht durch seinen Stadioncharakter", sagt Michael Herrmann, der zu den Favoriten zählt, "die Strecke ist anspruchsvoll, winklig, mit schnellen Kurven". 1240 Meter ist der Kurs lang, im 235 Meter langen Off-road-Bereich gibt es zwei Sprünge. Nachdem es 2007 nicht so rund gelaufen ist, hofft Herrmann diesmal auf einen guten Saisonstart.

Neben Gastfahrer Bernd Hiemer - er legt sein Augenmerk in diesem Jahr auf die Weltmeisterschafts-Läufe und nutzt Saarbrücken als Testlauf - wollen zwei Saarländer ganz vorne ankommen: Markus Volz aus Dirmingen und Dirk Spaniol aus Hirzweiler. Mit 39 Jahren ist Spaniol einer der Routiniers der Szene. In dieser Saison startet der Suzuki-Pilot nur in der Hubraum-offenen S2-Klasse. "Das ist kein schleichender Rückzug", sagt der Teamchef des DSR-Teams lachend, "es geht hier volle Attacke". Aber als Ansprechpartner für mittlerweile 25 Fahrer im Team muss der Chef eigene Ambitionen zurückstellen.

Markus Volz vom Schweizer KTM-Team hat sich in Italien und Frankreich auf die Saison vorbereitet. "Mein Team startet in zwei Meisterschaften in der Schweiz, darum kann ich nicht alle Rennen in Deutschland fahren", meint Volz, "ich muss also sehen, dass ich vorher genug Punkte sammeln kann".

Die Supermoto in Saarbrücken ist erstmals nur eine Ein-Tages-Veranstaltung. "Wir mussten im Vorjahr schmerzlich erfahren, dass man an Ostern kein Rennen machen kann", erklärt Karl-Heinz Finkler, Sportchef des ADAC Saarland, "und da Termine wie Pfingsten besetzt sind, haben wir uns für diese Lösung entschieden". Saarbrücken gilt als Testlauf für andere interessierte Städte, die zwar gerne ein Supermoto-Rennen veranstalten möchten, aber den Aufwand einer mehrtägigen Veranstaltung scheuen.

Neben Amateur- und Nachwuchsrennen haben sich die Organisatoren in Saarbrücken einen weiteren Höhepunkt einfallen lassen. Akrobaten der Freestyle MX zeigen Kunststücke auf dem fliegenden Motorrad, die scheinbar die Gesetze der Physik überschreiten. "Das wird mehr als spektakulär", verspricht Juppi Brill, der "Mister Supermoto" im Saarland.

Auf Einen Blick

Der Zeitplan der Supermoto-DM:

8.30 bis 10 Uhr: Freies Training. 10.25 bis 12 Uhr: Zeitraining. 12 Uhr: Freestyle MX Show. 12.45 Uhr: Fahrerpräsentation. 13 Uhr: 1. Lauf S2. 13.30 Uhr: Aprilia Nachwuchs Cup. 14.10 Uhr: 1. Lauf S1. 14.40 Uhr: 1. Lauf C-Mixed (Amateure). 15.15 Uhr: 2. Lauf S2. 15.45 Uhr: 2. Lauf Aprilia. 16.20 Uhr: 2. Lauf S1. 16.50 Uhr: 2. Lauf C-Mixed. 17.25 Uhr: Superfinale S1 + S2.

Erwachsene zahlen 10 Euro, Jugendliche 7 Euro, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder ist für 16 Euro zu haben.

Saarbrücken ist der Auftakt zu insgesamt sieben Läufen. Das Finale findet vom 3. bis 5. Oktober in St. Wendel statt. cor