| 20:46 Uhr

Fußball-Bundesliga
Erster Volltreffer für Hoffenheim

Erstmals durfte Jung-Nationalspieler Serge Gnabry am Samstag ein Tor im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim bejubeln.
Erstmals durfte Jung-Nationalspieler Serge Gnabry am Samstag ein Tor im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim bejubeln. FOTO: Uwe Anspach / dpa
Sinsheim. Deutscher Jung-Nationalspieler Gnabry trifft beim 4:0 gegen RB Leipzig doppelt.

Serge Gnabry war in aller Munde. Nach den ersten beiden Toren des 22-Jährigen im Trikot des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim gab es jede Menge zu bereden. Was nicht verwunderte – vor allem weil der zweite Treffer Gnabrys beim überraschend deutlichen 4:0 (1:0) gegen Vizemeister RB Leipzig aus 43,5 Metern in die Kategorie „Tor des Jahres“ fiel.


Die deutlichsten Worte fand Julian Nagelsmann — wie immer eigentlich. Der Trainer berichtete von den andauernden Verletzungsproblemen des Angreifers, seinen Motivations-Ansagen an die Leihgabe von Rekordmeister Bayern München und wagte einen Ausblick in die Zukunft Gnabrys. Dabei blieben folgende Dinge hängen: Obwohl Gnabry laut Nagelsmann ein „vorbildlicher Profi“ sei, der viel für die Verletzungsprophylaxe tut, bekomme er seine muskulären Probleme am hinteren Oberschenkel derzeit nicht in den Griff. „Er hangelt sich von Spiel zu Spiel und kann dazwischen kaum trainieren. Deshalb ist er nie bei 100 Prozent. Er wäre noch viel stärker, wenn er auch richtig trainieren könnte“, sagte Nagelsmann: „Dass die Muskulatur bei einem schnellkräftigen Spieler anfälliger als bei einer lahmen Ente ist, ist aber nichts Neues.“

Gnabry braucht offenbar immer mal wieder einen „Tritt in den Hintern“. Das wusste Nagelsmann schon vor der Verpflichtung des gebürtigen Stuttgarters – sein Trainerkumpel Alexander Nouri hatte ihm das gesteckt. „Wenn er eine Aktion hat, kommt meistens etwas Gutes dabei raus“, sagte Nagelsmann: „Man muss ihm nur oft sagen, dass er eine Aktion machen soll.“

Der Trainer machte zudem keinen Hehl daraus, dass er Gnabry noch nicht reif für die Bayern hält. „Wenn er bei dem Verein spielen will, dem er gehört, muss er mehr machen“, äußerte Nagelsmann. Dennoch glaubt er nicht an einen Verbleib Gnabrys bei den Kraichgauern nach der laufenden Saison.