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Basketball-Bundesliga der Frauen: Erster Saisonsieg als Gruß an die Liga

Basketball-Bundesliga der Frauen : Erster Saisonsieg als Gruß an die Liga

Bundesliga-Basketballerinnen der Saarlouis Royals schlagen TK Hannover deutlich mit 71:50. Trainer Paar: „Wir leben!“

Drei Spiele hat es gedauert – gestern Nachmittag hat Basketball-Bundesligist Saarlouis Royals nun endlich den ersten Sieg in der neuen Saison eingefahren. Nach zum Teil schwachen Leistungen in den beiden Ligaspielen zuvor sowie beim unglücklichen Pokal-Aus gegen Keltern vergangene Woche agierten die Saarlouiserinnen diesmal souveräner. In der heimischen Stadtgartenhalle besiegten sie den ambitionierten TK Hannover vor 520 Zuschauern verdient mit 71:50.

„Wir haben in den vergangenen Tagen viel geredet, unsere Fehler analysiert und uns an unsere eigenen Stärken erinnert – und die haben wir heute gezeigt“, freute sich Royals-Trainer Hermann Paar: „Da sieht man wieder, was man mit mentaler Stärke alles erreichen kann – die Spielerinnen haben an sich geglaubt und zusammen gekämpft. Das Spiel war ein Gruß an die Liga: Wir leben!“

Wie schon im Duell mit Nördlingen am vergangenen Sonntag hatten die Saarlouiserinnen auch gestern ihre beste Phase direkt zu Beginn der Partie – diesmal konnten sie die Führung aber bis zur Schlusssirene behaupten. Nach einem erfolglosen Versuch von Nadjeschda Ilmberger schnappte sich die Kanadierin Paige Crozon 20 Sekunden nach Anpfiff den Ball, verwandelte zum 2:0 und setzte damit den Anfangspunkt für ein Offensiv-Festival der Saarlouiserinnen in den kommenden zwanzig Minuten. Allein fünf Drei-Punkte-Würfe gelangen den Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit – Levke Brodersen und Magaly Meynadier trafen zweimal, die aus dem Ruhestand zurück aufs Spielfeld berufene Angela Tisdale einmal.

Doch nicht nur spektakuläre Würfe hatte das Spiel zu bieten – es war vor allem die konstant gute Offensivleistung um Sabine Niedola und Magaly Meynadier, die für die Halbzeitführung von 43:25 verantwortlich war. Meynadier sorgte wenige Minuten nach Spielbeginn durch einen tollen Ballgewinn gegen Dragana Gobeljic für eine komfortable 10:2-Führung, die die Royals zwischenzeitlich auf 17:4 erhöhten. Und auch im zweiten Viertel war fast jeder Wurf erfolgreich – die 18-Punkte-Führung zur Halbzeit war verdient.

„Wir haben mehr zusammengespielt als bisher, waren fokussierter und wussten vor allem, dass wir gewinnen müssen“, sagte Meynadier, mit 16 Punkten erfolgreichste Spielerin: „In den letzten drei Spielen war ich persönlich nicht zufrieden – deswegen wollte ich heute selbst mal die Initiative ergreifen und mehr Akzente setzen. Vor der Saison habe ich mir sowieso vorgenommen, mich mehr zur Leistungsträgerin zu entwickeln. Ich bin froh, dass das heute so gut geklappt hat.“

Denn auch im zweiten Durchgang überzeugte die Luxemburgerin – genauso wie ihre Mannschaftskolleginnen, die vor allem defensiv kaum etwas zuließen. Hannover wollte jetzt zwar mehr, wurde aggressiver und tauchte immer öfter vor dem Saarlouiser Korb auf. Die Gastgeberinnen wussten dem aber etwas entgegenzusetzen, konzentrierten sich mehr auf die Arbeit nach hinten und erlaubten wie schon im ersten Viertel nur elf Punkte. Ähnlich das letzte Viertel: Saarlouis stand kompakt, ließ kaum etwas zu und ging am Ende als verdienter Sieger vom Platz.

„Wir waren noch nicht perfekt – wir müssen weniger dumme Fouls machen und konsequenter im Angriff sein. Wir hätten auch gut und gerne noch zehn Punkte mehr machen können“, sagte Trainer Paar: „Wir haben dieses Spiel heute aber gebraucht – wir haben gut gespielt und ein Zeichen gesetzt, dass wir mit Mannschaften wie Hannover mithalten können. Das müssen wir jetzt in die nächsten Spiele mitnehmen.“