Erste Saisonniederlage: St. Pauli beendet FCK-Serie

Hamburg. In Hamburg wird gerade der Winter-Dom gefeiert. Ein riesiges Volksfest, mit Fahrgeschäften und Schießbuden. Wenigstens hier durften sich die Anhänger des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern am Samstag austoben: Der Dom findet unmittelbar neben dem Millerntor-Stadion statt, wo der FC St. Pauli dem FCK am letzten Spieltag der Hinrunde die erste Niederlage der Saison bescherte

 FCK-Kapitän Albert Bunjaku (links) setzt sich gegen St. Paulis Lennart Thy durch. Foto: Heimken/dpa

FCK-Kapitän Albert Bunjaku (links) setzt sich gegen St. Paulis Lennart Thy durch. Foto: Heimken/dpa

Hamburg. In Hamburg wird gerade der Winter-Dom gefeiert. Ein riesiges Volksfest, mit Fahrgeschäften und Schießbuden. Wenigstens hier durften sich die Anhänger des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern am Samstag austoben: Der Dom findet unmittelbar neben dem Millerntor-Stadion statt, wo der FC St. Pauli dem FCK am letzten Spieltag der Hinrunde die erste Niederlage der Saison bescherte. Das 0:1 (0:0) aus Pfälzer Sicht nannte St. Paulis Trainer Michael Frontzeck "auf Grund der zweiten Halbzeit verdient". Sein Pendant Franco Foda hielt zu recht dagegen: "Die Niederlage war unnötig, aber unser Manko, die Chancenverwertung, hat sich schon in den vergangenen Spielen abgezeichnet." Auch diesmal lag es am schwachen Abschluss des FCK.

Kaiserslautern dominierte die Partie zu Beginn und scheiterte zwischen der 9. und 11. Minute drei Mal am Pfosten: Sowohl die Versuche von Ariel Borysiuk und Mohamadou Idrissou als auch ein Querschläger von St. Paulis Jan-Philipp Kalla knallten ans Gebälk. Allerdings war es das mit dem Pfälzer Angriffsschwung. Eine ereignisarme Partie entschied St. Paulis Daniel Ginczek mit seinem Treffer in der 67. Minute.

Wie so oft "auf St. Pauli" spielten sich die Höhepunkte mehr auf den Rängen als auf dem Rasen ab: Die FCK-Fans lauschten dabei fast andächtig den Gesängen der St.-Pauli-Fans, die darin vom Europacup-Sieg ihres Clubs träumten, um dann selbstironisch fortzufahren: "Doch wenn ich aufwach', dann fällt's mir wieder ein: Wir spielen ganz woanders - in Liga zwei!"

Und "Aufwachen" ist auch das Stichwort für den FCK, der aus der englischen Woche mit drei Spielen nur vier von neun möglichen Punkten geholt hat. Zwar steht der FCK auch nach dem Abschluss des 17. Spieltags auf dem Relegationsplatz, aber Kapitän Albert Bunjaku mahnt: "Wir müssen versuchen, in den nächsten beiden Spielen vor der Winterpause nochmal sechs Punkte zu holen." Die erste Chance dazu bietet sich am Freitag bei Union Berlin (18 Uhr). Schießbuden gibt es dort nicht, aber am gleichen Tag eröffnet in Köpenick der Weihnachtsmarkt.