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Erste Pleite, aber FCS-Trainer Kwasniok ist mit Leistung zufrieden

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Regionalliga Südwest : Erste Pleite, aber Kwasniok ist mit Leistung zufrieden

Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken verliert 0:1 in Walldorf und kassiert erste Niederlage unter dem neuen Cheftrainer.

„Zum Sportler-Leben gehören Siege und Niederlagen. Es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht“, sagte Lukas Kwasniok am Samstag, nachdem er im fünften Pflichtspiel als Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken erstmals nicht als Sieger vom Feld gehen durfte. Der FCS unterlag völlig unnötig beim FC Astoria Walldorf mit 0:1 (0:1).

„An der mangelnden Einstellung hat es sicher nicht gelegen“, sagte Kapitän Manuel Zeitz. Der Großrosseler hatte sich in der ersten Halbzeit eine Risswunde am Auge zugezogen, konnte erst nach fast zehnminütiger Verletzungspause weitermachen. „Manuel rausnehmen? Er ist unser Kapitän“, begründete Kwasniok, warum er auf einen schnellen Wechsel verzichtet hatte: „Es wäre ein anderes Spiel geworden.“

Der FCS war die klar spielbestimmende Mannschaft, hatte mehr Ballbesitz, mehr Eckbälle, mehr Torchancen, aber einmal auch Glück: Nach einem klaren Foul von Innenverteidiger Steven Zellner an Giuseppe Burgio gab Schiedsrichter Timo Lämmle keinen Strafstoß (13. Minute). Timm Golley, der ein ordentliches Spiel machte (8.), Fanol Perdedaj per Kopf (20.) und Sebastian Jacob, der erstmals nach seiner Operation wieder in der Start­elf stand (38.), hätten die Gäste vor knapp 2000 Zuschauern, davon rund 1600 FCS-Fans, in Führung bringen können.

Den Ball über die Linie brachten aber nur die Gastgeber. Vor dem Tor des Tages von Burgio (40.) ließ nahezu die komplette FCS-Defensive das vom Trainer fast schon als Mantra vorgetragene agressive Abwehrverhalten vermissen. Minos Gouras kam einfach zum Flanken, Burgio nahezu unbedrängt zum 1:0.

Noch vor dem Wechsel verhinderte Walldorfs bester Spieler gleich zwei Mal den Ausgleich. Golley (41.) und Markus Mendler (42.) scheiterten an Schlussmann Nicolas Kristof.

Nach der Pause ging es mit dem Einbahnstraßen-Fußball weiter. Aber auch mit der Saarbrücker Abschlussschwäche, wie in der 51. Minute: Jacob erkämpfte den Ball, passte auf Fabian Eisele. Mendler links, Perdedaj, Jacob und Golley rechts gingen mit. Nur Tabe Nyenty und Torhüter Kristof standen zwischen fünf Saarbrückern und dem 1:1. Eisele spielte Mendler an, der zurück auf Eisele. Doch der Stürmer schoss nicht ins Tor, sondern sich selbst ans Bein. Doch auch Sturmpartner Jacob hatte noch seine „Hundertprozentige“. Er hatte am zweiten Pfosten das ganze Tor frei vor sich – und schob vorbei (65.). Chancen wie diese verwandelt Jacob normal sicher. Und als in der Nachspielzeit auch noch ein Mendler-Freistoß knapp am Astoria-Tor vorbeisegelte, war die erste Niederlage für den FCS unter dem neuen Trainer besiegelt.

„Walldorf hat das clever gemacht“, lobte Kwasniok den Gegner – und trotz Misserfolg das eigene Team: „Wenn ich unsere bisherigen Punktspiele vergleiche, haben wir hier unsere beste Leistung gezeigt, aber die wenigsten Punkte geholt. Wir werden diese Woche wieder mehr an Inhalten arbeiten, damit wir zurück in die Erfolgsspur kommen.“