Erneuter Rassismus-Fall im italienischen Profi-Fußball

Rom · Mario Balotelli, Kevin-Prince Boateng, Sulley Muntari und Medhi Benatia - vier Fußball-Stars unterschiedlicher Nationalitäten, vier Schicksale und vier Rassismus-Vorkommnisse in Italien. Benatia ist der vorläufig letzte Kicker, der im italienischen Fußball unter rassistischen Auswüchsen zu leiden hat. Das Land hat nach Vorfällen in den vergangenen Jahren weiter Probleme mit dem Thema.

Benatia hatte am Samstag ein Live-Interview nach dem 1:1 im Derby gegen den FC Turin empört abgebrochen. Aus dem Hintergrund war ein Mann zu hören, der die Leihgabe von Bayern München als "Scheiß Marokkaner" verunglimpfte. Bislang konnte der Verursacher der Beleidigung noch nicht gefunden werden. Erst vergangene Woche hatte der Ghanaer Muntari (Delfino Pescara 1936) in der Partie bei Cagliari Calcio (0:1) aus Protest gegen rassistische Beleidigungen das Spielfeld vor dem Schlusspfiff verlassen. Der italienische Verband sperrte ihn zur Empörung vieler für ein Spiel, die Sperre wurde später aufgehoben.