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Erneute Fristverlängerung für Kenia

Erneute Fristverlängerung für Kenia

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat die am Dienstag abgelaufene Frist für die vom Olympia-Ausschluss bedrohten Kenianer bis 2. Mai verlängert. Die wegen zahlreicher Vergehen ihrer Leichtathleten in Verruf geratene Läufernation erhält damit mehr Zeit, um das geforderte Anti-Doping-Gesetz zu vollenden.

Im Fall der Nichterfüllung drohen den Ostafrikanern weitreichende Sanktionen.

"Falls die Gesetzesvorlage, die Richtlinien und die Regeln der kenianischen Anti-Doping-Agentur Adak nicht bis 2. Mai übernommen werden, wird die Empfehlung der Bewertungs-Kommission an die Wada lauten, die Adak für non-compliant (nicht mit dem Wada-Code übereinstimmend, Anm. der Red.) zu erklären", hieß es. Der Wada-Vorstand werde über den Fall Kenia auf seiner Sitzung am 12. Mai abstimmen, im äußersten Fall könnte es zu einem Olympia-Ausschluss in Rio kommen.

Am Dienstag war bereits eine zweite Frist der Wada abgelaufen. Unter anderem fordert die Wada den Beschluss eines Anti-Doping-Gesetzes sowie die Sicherstellung der Finanzierung der Adak. Beides ist bisher nicht passiert. Eine erste Frist war bereits Mitte Februar verstrichen.

Kenias Staatspräsident Uhuru Kenyatta hatte zuvor den Kampf gegen das Olympia-Aus zur Chefsache gemacht und rechtfertigte sich für den schleppenden Prozess bei der Einführung des Anti-Doping-Gesetzes: "Jedes Land hat einen Weg, in dem die Regeln formuliert sind. Wir können keinen Schritt überspringen."