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"Er ist in der Abwehr so etwas wie unsere Lebensversicherung"

"Er ist in der Abwehr so etwas wie unsere Lebensversicherung"

Saarbrücken. Die 55. Minute im Saarlandpokal-Achteilfinale zwischen Fußball-Saarlandligist Röchling Völklingen und Regionalligist 1. FC Saarbrücken (0:4). Für Verteidiger Marc Lerandy wechselt Trainer Dieter Ferner einen Spieler aus dem FCS-Talentschuppen ein: Florian Bachmann (Foto: Schlichter) aus der Saarlandliga-Elf, die Spitzenreiter ist

Saarbrücken. Die 55. Minute im Saarlandpokal-Achteilfinale zwischen Fußball-Saarlandligist Röchling Völklingen und Regionalligist 1. FC Saarbrücken (0:4). Für Verteidiger Marc Lerandy wechselt Trainer Dieter Ferner einen Spieler aus dem FCS-Talentschuppen ein: Florian Bachmann (Foto: Schlichter) aus der Saarlandliga-Elf, die Spitzenreiter ist. "Florian ist ein sehr wichtiger Spieler für uns", sagt deren Trainer Andreas Fellhauer über das Talent: "Er ist in der Abwehr so etwas wie unsere Lebensversicherung. Er bekommt immer irgendwie noch den Kopf oder Fuß dazwischen, wenn es brennt." Marc Hümber, Kapitän des FCS II, beschreibt den Abwehrchef so: "Er ist ein lustiger Kerl, kommt mit jedem klar, ist trotz seiner erst 20 Jahre Führungsspieler."

83 Kilogramm verteilt auf 1,88 Meter Körpergröße - das sind Daten des so gelobten Zivildienstleistenden aus Kirkel. "Ich arbeite in der Sozialstation bei uns im Ort", erzählt Bachmann, "meist sitze ich im Büro, aber ich muss auch mit raus, um ältere Menschen zu waschen oder zu pflegen." Nach dem Zivildienst steht ein Sportstudium an, es sei denn der Sprung in den Profi-Fußball gelingt. "Natürlich ist es ein Ziel, in der ersten Mannschaft zu spielen. Das Spiel am Mittwoch hat riesig Spaß gemacht. Es war ein tolles Erlebnis, aber zunächst gilt alle Konzentration der Zweiten. Wir wollen Meister werden."

Warum es bei ihm und der "Zweiten" so gut läuft - der FCS II hat in der Liga zehn Punkte Vorsprung auf den FC Wiesbach - sieht er in der Kameradschaft begründet: "Jeder kann mit jedem. Es macht Spaß. Es passt. Auch mit dem Trainer. ,Felle' ist ein Supertyp, auch außerhalb des Sportplatzes". "Felle" Fellhauer sagt natürlich auch, wo sich die Spieler verbessern müssen: "Florian muss an Spieleröffnung und Handlungsschnelligkeit arbeiten. Aber: Auch wenn es bei seiner Größe nicht so aussieht - er ist sehr schnell."

An diesem Samstag, 14.30 Uhr, muss der FCS II beim SC Brebach ran. Das Derby wird ein Vergleich unter Kumpels. "Mit Sebastian Lück, Kenneth Assante oder Robin Rode habe ich früher zusammen gespielt", erzählt Bachmann, "gerade weil wir befreundet sind, werden die alles geben, uns zu schlagen." Mit Davide Bonsignore, Marc Hümbert und Pierre Reguette sind drei wichtige Saarbrücker Spieler angeschlagen. Aber der FCS hat ja noch seine Lebensversicherung. cor

Hintergrund

Der SC Brebach geht nach sieben Spielen ohne Niederlage mit breiter Brust ins Stadtderby an diesem Samstag, 14.30 Uhr, zu Hause gegen den FCS II. "Wir haben daheim noch nicht verloren", sagt Jens Hartz (Foto: SZ), der pünktlich zum Topspiel in Form kommt: "Ich habe meinen Trainingsrückstand nach der Bänderverletzung zu Saisonbeginn aufgeholt." Am vergangenen Spieltag erzielte er beim 4:0 gegen die SG Perl/Besch alle Treffer. Hartz hat nun zwölf Saisontore erzielt. Gegen den FCS sollen weitere folgen. cor