Entkräftet im Schnee

Schladming. Viktoria Rebensburg sank entkräftet in den Schnee und fasste sich an den Rücken. Sie war ins Ziel gekommen, aber ihr schmerzverzerrtes Gesicht verriet, was später auf der Ergebnisliste nachzulesen war: Die Olympiasiegerin hat die erhoffte Medaille im WM-Riesenslalom in Schladming klar verpasst

Schladming. Viktoria Rebensburg sank entkräftet in den Schnee und fasste sich an den Rücken. Sie war ins Ziel gekommen, aber ihr schmerzverzerrtes Gesicht verriet, was später auf der Ergebnisliste nachzulesen war: Die Olympiasiegerin hat die erhoffte Medaille im WM-Riesenslalom in Schladming klar verpasst. Rebensburg, die mit einer schmerzhaften Rippenprellung angetreten war, belegte Platz elf. Kombinations-Weltmeisterin Maria Höfl-Riesch rettete sich auf Platz neun. "Ich habe kurz vor dem Ziel einen blöden Schlag abbekommen, und beim Abbremsen im Ziel hat's einen richtigen Stich gegeben. Da hab' ich mich nur noch hinlegen können", sagte Rebensburg. Sie habe alles gegeben, "aber es hat halt nicht sein sollen mit der ganzen Geschichte". Die beiden deutschen Medaillenhoffnungen konnten der neuen Weltmeisterin Tessa Worley nur gratulieren. Silber ging an die entthronte Titelverteidigerin Tina Maze (Slowenien), Bronze an Anna Fenninger aus Österreich.Wenn heute die Männer im Riesenslalom an den Start gehen (10/13.30 Uhr/ZDF und Eurosport), dann sind die Rollen wohl klar verteilt. Offen ist eigentlich nur, in welcher Reihenfolge die beiden herausragenden Skirennfahrer Ted Ligety (USA) und Marcel Hirscher (Österreich) Gold und Silber empfangen dürfen - und wer dahinter Bronze bekommt.

Zu den Kandidaten auf Platz drei gehören auch die Deutschen Fritz Dopfer und Felix Neureuther. Beide Athleten des Deutschen Skiverbands sind in Topform. Im Team-Event ermöglichte Dopfer der Mannschaft mit starken Läufen Bronze. Der unermüdliche Arbeiter war im Dezember 2011 der erste Deutsche nach fast 18 Jahren, der in einem Riesenslalom auf das Podest fuhr und hat sich seitdem in der erweiterten Weltspitze festgebissen. Zwei Ausfälle in dieser Saison trüben das Bild ein wenig, mit den restlichen muss sich der Athlet des SC Garmisch vor den weiteren Medaillenkandidaten aber nicht verstecken.

Und auch Neureuther hat sich in dieser Saison zu einem Kandidaten für die Top Ten entwickelt, mit Potenzial nach oben. "Derjenige, der die richtige Mischung aus Angriff, Aggressivität und Cleverness findet, wird schnell sein", sagte der 28-Jährige. Ein Cocktail, der dem Partenkirchener auf der eisigen und mitunter sehr steilen Strecke schmecken dürfte. dpa/sid

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