Fußball-WM in Russland: Engländer können doch Elfmeter schießen

Fußball-WM in Russland : Engländer können doch Elfmeter schießen

Dramatik beim 4:3-Achtelfinalsieg gegen Kolumbien. Das Ausgleichstor zum 1:1 fiel in der Nachspielzeit.

England kann es doch! Nach dem ersten WM-Sieg in einem Elfmeterschießen macht das junge Team dem Mutterland des Fußballs weiter Hoffnung auf den ganz großen Coup bei der WM in Russland. Torhüter James Pickford stieg zum Helden auf, als er beim finalen Duell gegen Kolumbien den fünften Elfmeter von Carlos Bacca parierte. Anschließend schickte Eric Dier England ins Glück. Für England hatte zuvor James Henderson verschossen, für Kolumbien Mateus Uribe. England, das seine drei Elfmeterschießen bei Weltmeisterschaften zuvor allesamt verloren hatte, gewann die finale Nervenschlacht vom Punkt mit 4:3 – nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Nach dem nervenzehrenden Sieg gegen eklige Kolumbianer, die ohne James Rodríguez antreten mussten, treffen die Three Lions nun am Samstag im Viertelfinale auf Schweden (16 Uhr/ARD).

England hatte bis in die Nachspielzeit der regulären Spielzeit wie der sichere Sieger ausgesehen. Dann kam der baumlange Yerry Mina im Strafraum zum Kopfball und glich mit seinem dritten Turniertreffer aus (90.+3). In der Verlängerung waren die giftigen Kolumbianer dann näher am Sieg. Harry Kane hatte England zuvor in Führung gebracht. Nach einem ungeschickten Foul von Carlos Sanchez an Kane traf der Torjäger mit seinem dritten Elfmeter-Tor und seinem sechsten Treffer insgesamt bei der WM in die Tormitte. Auch im Elfmeterschießen traf er sicher. Erst in der Schlussphase wurde Kolumbien stärker.

Mehr von Saarbrücker Zeitung