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Endlich im Gleichgewicht

Endlich im Gleichgewicht

Saarlouis. Über der Saison des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis hatte bisher ein großes "eigentlich" gestanden. Eigentlich hatte die Mannschaft immer gut gespielt. Eigentlich hatte sie immer ihre Leistung gezeigt. Und eigentlich hätte sie in den meisten Spielen einen Punkt verdient. Doch diese Punkte fehlten. "Wir mussten erst einmal sehen, wie es hier läuft in der 2

Saarlouis. Über der Saison des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis hatte bisher ein großes "eigentlich" gestanden. Eigentlich hatte die Mannschaft immer gut gespielt. Eigentlich hatte sie immer ihre Leistung gezeigt. Und eigentlich hätte sie in den meisten Spielen einen Punkt verdient. Doch diese Punkte fehlten. "Wir mussten erst einmal sehen, wie es hier läuft in der 2. Liga", erklärte Torhüter Darius Jonczyk. Dass dabei ausgerechnet in dieser Gewöhnungsphase sämtliche Favoriten um den Aufstieg auf dem Programm standen, kam rückblickend vielleicht sogar gelegen, sagt Jonczyk: "Es ist natürlich besser, gegen die zu verlieren, als in den kommenden Spielen. Denn jetzt zählt es." Tatsächlich scheint die Mannschaft nach dem harten Auftaktprogramm gerüstet für die Duelle um den Klassenverbleib. 34:28 (21:14) hieß es am vergangenen Samstagabend gegen den Tabellen-16. ThSV Eisenach. Saarlouis ist nun Elfter.

Trotz der erneut mehr als 30 Tore in der Offensive stand diesmal die Abwehr, die bisher mit 419 Gegentoren die meisten der Liga hinnehmen musste, im Fokus. "Nur 14 Gegentore pro einer Halbzeit, das war der Schlüssel", betonte Philipp Kessler, dem gegen den starken Rückraum des ThSV als zentraler Mann vor der Abwehr eine entscheidende Rolle zukam, mit der er sich immer besser zurecht findet: "Ich bin es gewohnt, auf der Eins zu spielen. Uns liegt diese Spielweise, auch wenn mein Akku am Ende leer war." Zum ersten Mal in der Saison schien die Abwehr im Gleichgewicht zum überpräsenten Angriff zu sein. Selbst ein Daniel Fontaine, der offensiv nur selten zu seinem Spiel fand, glich dies durch intensiven Einsatz in der Abwehr aus.

"Ich denke, die Abwehr hat sich heute konsolidiert. Das war wichtig", stellte Trainer Andre Gulbicki fest. Lohn dafür waren die ersten wirklich entspannten Minuten der Saison, fand auch Rechtsaußen Sven-Malte Hoffmann: "In den ersten gut 25 Minuten (20:12, Anm. d. Red.) war das ein super Spiel von uns. Man hatte nie den Eindruck, dass wir das Spiel verlieren könnten." Es war nicht die Tatsache an sich, dass die HGS gewonnen hat, sondern die Art und Weise. "Es war ein starkes Spiel der Abwehr", sagte auch Jonczyk. Er verschwieg aber, dass er mit starken Paraden entscheidenden Anteil daran hatte. "Ich denke,

die Abwehr

hat sich heute konsolidiert."

Andre Gulbicki, Trainer HG Saarlouis