| 20:26 Uhr

Rückspiel gegen Unterhaching
Elversberger glauben noch an die Sensation

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Elversberg. Die SVE muss heute Abend im Relegations- Rückspiel gegen die Spvgg Unterhaching ein 0:3 aufholen. Das sei möglich, betonen alle Beteiligten. Heiko Lehmann

Der Frust bei allen Beteiligen war nach der 0:3-Niederlage am Sonntag im Relegations-Hinspiel bei der Spvgg Unterhaching riesengroß. Die Spieler der SV Elversberg sackten auf dem Platz zusammen, die Fans waren am Boden zerstört und schüttelten nur noch den Kopf. Zwei Tage später und einen Tag vor dem heutigen Rückspiel (20.30 Uhr/SR) im Stadion an der Kaiserlinde sieht das wieder deutlich anders aus. Bei Tippspielen in den sozialen Netzwerken setzen viele Fans voll auf die SVE, sind optimistisch, dass die Sensation noch klappt. "Wir haben das gerade zu Hause drauf, das haben wir schon so oft gezeigt", lässt sogar Platzwart Tony Bender keine Zweifel am Aufstieg in die 3. Liga aufkommen.


Die SVE muss in 90 Minuten ein 0:3 aufholen, um es zumindest in die Verlängerung zu schaffen. Schießt die Spvgg Unterhaching ein Tor, ist die Verlängerung passé und die SVE braucht fünf Tore, um den Aufstieg noch zu schaffen. Ein 4:1 würde wegen des Auswärtstores des Gegners nicht reichen. "Wenn die ein Tor machen, machen wir eben fünf. Es kann sein, dass das viele für unmöglich halten, aber wir sind dazu in der Lage. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass wir das noch schaffen", sagt Abwehrchef Kevin Maek.

Auch der 28-Jährige war nach dem Hinspiel gefrustet. "Natürlich ist man nach so einem Spiel zuerst einmal am Boden zerstört. Aber bei mir ging der Blick am Montag schon wieder nach vorne. Wir haben im Pokalfinale gegen den 1. FC Saarbrücken in 30 Minuten aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht und am Ende nur verloren, weil wir einen klaren Elfmeter nicht bekamen. Da geht am Mittwoch noch was", sagt Maek.



Im Hinspiel hatte SVE-Trainer Michael Wiesinger überraschend auf die besten Offensivspieler verzichtet. Die drei besten Torschützen - Edmond Kapllani, Markus Obernosterer und Maximilian Oesterhelweg - spielten nicht von Anfang an. Mit Lukas Kohler saß zudem einer der offensivstärksten Außenverteidiger der Liga nur auf der Bank. Oesterhelweg hatte in der abgelaufenen Saison bewiesen, dass er vor allem mit seinen direkten Freistößen Spiele alleine entscheiden kann. Obernosterers Standardsituationen, die meist bei Maek landen, sind kaum zu verteidigen. Bringt die SVE am Mittwochabend all diese Waffen auf den Platz, wissen auch die Unterhachinger, dass noch lange nichts entschieden ist. "Die Elversberger haben enorme Qualitäten, die sie bei uns nicht zeigten. Wir wissen ganz genau, dass wir noch lange nicht in der 3. Liga sind", sagt Maximilian Nicu, der ehemalige Elversberger, der bei der Spvgg Unterhaching Innenverteidiger spielt und am vergangenen Sonntag wegen der Elversberger Defensivtaktik nahezu beschäftigungslos war.

"Jetzt ist es Zeit, das Risiko zu erhöhen. Aber ich werde mich nicht in meinem Wesen verändern und weiterhin auf Stabilität setzen. Wir werden erst alles oder nichts spielen, wenn gar nichts mehr geht", gibt Trainer Wiesinger die Strategie vor. Auch er ist fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft die Kuh noch vom Eis holen kann. Dabei hat die SVE in dieser Saison im eigenen Stadion schon mehrfach gezeigt, dass die Taktik des Gegners keine Rolle spielt. Sowohl offensiv, als auch defensiv auftretende Mannschaften wurden an der Kaiserlinde bereits nahezu in ihre Einzelteile zerlegt. Nur das würde die SVE heute retten.

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Elversberger Stadion fast ausverkauft Von 9000 Karten hatte die SV Elversberg gestern 7700 verkauft. Tickets gibt es am Spieltag noch ab 10 Uhr im SVE-Fanshop gegenüber des Stadions oder an den Kassen im Stadion, die ab 18 Uhr geöffnet sind. Um die Verkehrssituation rund und um das Stadion zu entschärfen, bittet die SVE die Zuschauer, die mit dem Auto anreisen, den "Park & Ride"-Parkplatz auf dem Terrag-Gelände in Heinitz. Von dort aus bietet der Verein ab 18.15 Uhr einen kostenlosen Shuttle-Service zum Stadion an. Heute werden ab 18 Uhr zwei Einbahnstraßen eingerichtet - in der Lindenstraße von der Autobahn aus kommend in Richtung Ortsmitte bis zum Kreisverkehr einmal in der Waldstraße vom Kreisel aus in Richtung Heinitz. Nach Ende der Partie bleibt die Einbahnstraße in der Waldstraße in Richtung Heinitz bestehen. Die Einbahnstraße in der Lindenstraße wird umgekehrt.