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Eisele ist beim FCS der Gewinner der Vorbereitung

Fußball : Eisele ist beim FCS der Gewinner der Vorbereitung

Der Stürmer, in der Vorsaison oft Ersatz, dürfte nach überzeugenden Leistungen in die Startelf rücken. An diesem Freitag geht’s in Pirmasens los.

Das Saarland schwitzt bei hochsommerlichen Temperaturen, und auch beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken hat man auf die Hitze reagiert. „Wir haben das Training in die noch kühleren Morgenstunden verlegt“, erklärt Trainer Dirk Lottner. Einer, dem momentan aber irgendwie gar nichts etwas anhaben kann, ist Stürmer Fabian Eisele. Der 24-Jährige hat mit zehn Toren in den Vorbereitungsspielen so richtig Werbung in eigener Sache gemacht.

„Ich habe kein Problem mit dem Wetter, so ist es mir sogar lieber als Winter“, sagt Eisele cool und erklärt genauso seine Treffsicherheit. „Ich mache nichts anders als zuvor. Aber derzeit treffe ich einfach. Ich hoffe, es geht so weiter.“

Fabian Eisele dürfte nach einer starken Vorbereitung gesetzt sein. Foto: Andreas Schlichter

Eisele war im vergangenen Sommer erst kurz vor dem Ende der Transferperiode vom FSV Zwickau zum FCS gekommen. „Die ersten acht Spiele habe ich ja dann auch gemacht und auch vier Mal getroffen“, erinnert sich der gebürtige Stuttgarter: „Dann lief es nicht so. Nach dem Spiel in Ulm hat der Trainer umgestellt. Prompt haben wir gegen Hoffenheim gewonnen. Da kannst du nichts sagen.“

Eisele musste sich mit dem Platz auf der Ersatzbank begnügen, auch weil das Duo Sebastian Jacob und Gillian Jurcher hervorragend funktionierte. „Natürlich habe ich auch mit dem Trainer geredet, aber es bringt dann nichts, sich zu beschweren“, sagt Eisele, der kein Typ der lauten Töne ist: „Man muss weiter arbeiten und auf seine Chance warten. Auch wenn es schwer ist, sich zu empfehlen, wenn man nur ein paar Minuten Einsatzzeit hat.“

So kamen für „Eisi“ nur noch zehn Einsätze und vier Treffer hinzu. Dennoch hat er seinen Vertag verlängert. „Saarbrücken ist eine tolle Stadt zum Leben. Meine Freundin hat hier eine Stelle gefunden, nach Hause sind es kaum zwei Stunden, und jedes Jahr ein Umzug ist auch blöd“, argumentiert der Schwabe: „Außerdem hat der Verein ja Ambitionen. Und ich glaube fest daran, dass ich die Qualität habe, beim FCS in der Startelf zu stehen – zumindest nach dieser Vorbereitung.“

Wenn der große Titelfavorit FCS an diesem Freitag um 19 Uhr beim FK Pirmasens das Aufstiegsrennen beginnt, wäre es demnach eine Überraschung, wenn das neue Sturmduo nicht Jacob und Eisele heißen würde. „Ich bin ein Strafraumstürmer, das liegt mir. Sebi ist tendenziell mehr unterwegs. Wir kennen uns, und es läuft ganz gut“, sagt Eisele.

Doch nicht nur vorne läuft es rund, die erneut deutlich verstärkte Mannschaft scheint zu funktionieren. Kommt sie ins Rollen, dürften es viele Teams in dieser Liga schwer haben, den FCS zu stoppen. „Das System und die Vorgaben sind nicht so sehr anders als im Vorjahr“, sagt Eisele: „Mit den Neuzugängen sind wir einen Tacken flexibler geworden. Ob es damit besser wird, wissen wir ja aber leider erst am Ende der Saison.“ Und erst am Ende des Spielplans warten mit der SV Elversberg, Kickers Offenbach und dem FC Homburg drei direkte Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft. „Das ist schon ein Brett, aber auch noch lange hin. Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben erledigen.“ Also am besten vorher gar nicht patzen.

Auch nicht in Pirmasens. Dass man im Sommer auf der Husterhöhe antreten darf, ist ein Vorteil. Die besseren Platzverhältnisse sollten der spielstärkeren Mannschaft entgegenkommen. „Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagt Eisele: „Ein Abendspiel vor vielen Zuschauern. Wir sind bereit. Es ist alles für einen guten Start angerichtet.“ Eisele und der FCS sind auf Betriebstemperatur.