| 20:13 Uhr

Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel löst seinen Vertrag in Frankfurt auf

Frankfurt. Nach monatelangem Spießrutenlauf hat Friedhelm Funkel (Foto: dpa) das Handtuch geworfen und seinen bis 2010 gültigen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum Saisonende aufgelöst. "Ich habe am Montag mit Heribert Bruchhagen gesprochen und ihn gebeten, mein Vertragsverhältnis zum 30. Juni zu beenden", sagte der 55-Jährige gestern

Frankfurt. Nach monatelangem Spießrutenlauf hat Friedhelm Funkel (Foto: dpa) das Handtuch geworfen und seinen bis 2010 gültigen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zum Saisonende aufgelöst. "Ich habe am Montag mit Heribert Bruchhagen gesprochen und ihn gebeten, mein Vertragsverhältnis zum 30. Juni zu beenden", sagte der 55-Jährige gestern. Ein Nachfolger für Funkel, der das Amt vor fünf Jahren übernommen und die Eintracht in die Bundesliga zurückgeführt hat, steht laut Bruchhagen noch nicht fest.


Die Trennung von Funkel hatte sich seit Wochen angedeutet, denn der Druck von den Fans, aber vor allem aus dem Aufsichtsrat, war zuletzt immer größer geworden. Dem musste sich am Ende auch Bruchhagen beugen. "Es ist uns nicht gelungen, die Eigendynamik der Enttäuschung durch Argumente zu entkräften", räumte er ein. Dass der Aufsichtsrat letztlich die Trennung durchgesetzt habe, dementierte Bruchhagen: "Der Vorstand hat am Dienstag die Entscheidung gefällt, der Bitte von Herrn Funkel nachzukommen. Am Mittwoch wurde der Aufsichtsrat darüber informiert."

In den kommenden Tagen werde ein Anforderungsprofil für den neuen Trainer erstellt, um dann Gespräche aufzunehmen. "Die Entscheidung wird nicht in einer Woche fallen, aber wir werden auch keine Findungskommission gründen, die dann drei Monate lang berät", sagte Bruchhagen. Namen von potenziellen Nachfolgern nannte der Eintracht-Boss nicht. Als Kandidaten werden der im Februar bei Galatasaray Istanbul entlassene Michael Skibbe sowie Ex-Schalke-Trainer Mirko Slomka gehandelt. "Ich habe nicht ein Prozent bereut, bei der Eintracht gewesen zu sein. Es war die beste Zeit überhaupt in meiner Trainer-Karriere. Die Eintracht wird immer in meinem Herzen bleiben", sagte Funkel. dpa